Mit ‘Ursula Poznanski’ getaggte Beiträge

Egal, wohin wir uns wenden, wem wir begegnen, egal was wir tun. Jeder ist ein Feind.
Ria in DIE VERRATENEN

Die von Menschen bewohnbaren Lebensräume haben sich in der Zukunft verändert. Eine neue Eiszeit hat große Teile der Menschen gezwungen, unter riesigen Glaskuppeln den extremen Witterungsbedingungen zu trotzen. In diesen wenigen wettergeschützten Städten führen die Menschen schon seit vielen Generationen ein vermeintlich zivilisiertes und privilegiertes Leben. Zwischen den Kuppeln sind über hunderte von Kilometern nur karge Landschaften voller Eis und Schnee zu finden, in denen einige wenige Stämme, sogenannte PRIMS ein karges Leben führen.

Ria gehört zu den privilegierten Menschen unter einer dieser Glaskuppeln, sie wird dort geschützt und versorgt und als Studentin perfekt ausgebildet. Durch ihre ausgezeichneten sprachlichen und rhetorischen Begabungen erwartet sie eine glänzende Zukunft. Diese Hoffnung nimmt jedoch ein jähes Ende, als sie eines Tages zufällig mitbekommt, dass sie gemeinsam mit fünf anderen Studenten verdächtigt wird, Teil einer Verschwörung zu sein und deshalb heimlich umgebracht werden soll. Als Ria auf eine Reise in eine andere Stadt geschickt wird, ahnt sie das Schlimmste und tatsächlich; ihr Albtraum wird wahr. Zwar können die vermeintlichen Verräter mit knapper Not einem Attentat entkommen, stranden jedoch in der unwirtlichen Welt außerhalb der Kuppeln. Von dort an befindet sie sich auf der Flucht, verraten, verfolgt und immer in Lebensgefahr. (mehr …)

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TFTH – Thanks For The Hunt
Geh mit den Salzburger Ermittlern auf eine Geocaching-Jagd – die Fundstücke sind blutig…

Nachdem Ursula Poznanski mich schon mit ihren Jugendbüchern Erebos und Saeculum überzeugt hat, war ich neugierig auf ihren ersten „Nichtjugendbuch“-Thriller.

In „Fünf“ jagt das Ermittlerteam um die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einen Serienkiller. Die Suche gestaltet sich wie eine gruselige Schnitzeljagd, denn der Täter versteckt Leichenteile seiner Opfer und stellt den Ermittlern Rätselaufgaben, die auf die Koordinaten hinweisen, wo die Beweisstücke zu finden sind. Beate Kaspary und ihren Kollegen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf diese blutige Variante des Geocaching einzulassen, wenn sie dem Töten ein Ende machen wollen. Jedoch ist der Täter ihnen immer einen Schritt voraus und lässt das Schreckliche wahr werden. Nach und nach verschwindet ein möglicher Zeuge nach dem anderen und abgeschnittene Körperteile lassen das Schlimmste befürchten. Der Mörder scheint sie vorführen zu wollen und immer mehr deutet darauf hin, dass er Frau Kaspary gezielt für die Ermittlungen gegen ihn ausgesucht hat. Wird die Ermittlerin womöglich selbst auch Teil seines makabren Geocaching-Spiels? Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem womöglich erst die letzte Geocaching-Stage das entscheidende Puzzle-Teil in der Kette der Rätsel zutage fördern wird. Die Frage ist, wie viele Opfer bis dahin grausam sterben müssen. (mehr …)

Cover

Verlag: Loewe
Seiten: 496

Bastian ist 20, Medizinstudent und Sohn eines sehr bekannten und erfolgreichen Chirurgs. Seine neue Bekannte Sandra weckt auf einem Mittelaltermarkt sein Interesse an Rollenspielen. Obwohl sein Vater ihn zu einem Kongress mitnehmen will, nimmt Bastian Sandras Einladung zu einer Convention ihrer Saeculum-Mittelalter-Rollenspielgruppe an. Kurz vor der Abreise bekommt Bastian per Telefon eine Warnung, dass er dort nicht teilnehmen soll, doch nach einem kurzen Moment des Unbehagens siegt seine Neugier und außerdem möchte er auf der Convention auch Sandra näher kommen.

Für die Convention geht es an Pfingsten für 13 Personen in ein abgelegenes Waldstück in der Nähe des östererreichischen Orts Wieselburg. 5 Tage lang wollen die Teilnehmer wie im Mittelalter leben, inclusive passender Kleidung und Waffen und ohne jeglichen Komfort wie Zelt, Taschenlampen oder Handy, sogar seine Brille muss Bastian abgeben. Auf der Convention geben sich alle neue Identitäten, sprechen wie im 14. Jahrhundert und müssen Aufgaben ohne moderne Hilfsmittel bewältigen, um sich zum Beispiel ihr Essen zu “verdienen”. Der Platz für das Abenteuerspiel ist idyllisch, soll aber gemäß einer alten Sage verflucht sein und schon schnell wird klar, dass es dort tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht: Teilnehmer verschwinden spurlos, wichtige Ausrüstungsgegenstände gehen verloren, Lebensmittel sind plötzlich voller Maden und ein Mitglied der Gruppe wird schwer verletzt.

Nach und nach glauben immer mehr in der Gruppe an den Aberglauben der Sage und entschließen sich, den Fluch durch ein grausiges Opfer zu brechen, um ihr eigenes Leben zu retten…

Ursula Poznanski beschreibt das Geschehen auf der Mittelalter-Convention sehr gut, die gruselige Atmosphäre wird ständig weiter aufgebaut und immer wieder gibt es unerwartete Wendungen. Ich konnte das Buch vor lauter Spannung kaum zur Seite legen, nur das Ende fand ich nicht besonders gelungen – trotzdem volle Punktzahl.

Cover

Verlag: Loewe
Seiten: 488

Nick ist ein Oberstufenschüler an einer Londoner Schule. Dort wird unter der Hand ein Computerspiel herumgereicht – Erebos, das mehr und mehr Spieler in seinen Bann zieht und regelrecht süchtig macht. Die Spielregeln von Erebos sind streng, jeder muss sich mit seinem echten Namen anmelden und kann sich erst danach einen Nickname aussuchen. Außerdem hat jeder Spieler nur eine Chance, Erebos zu spielen, darf mit niemandem über das Spiel sprechen und auch nur alleine spielen. Wer sich nicht an die Spielregeln hält oder Aufgaben nicht löst, der fliegt unwiderruflich raus.

Nick ist anfangs auch so begeistert von dem Spiel, dass er sich ganze Nächte um die Ohren schlägt, die Schule schwänzt und Freundschaften vernachlässigt, um neue Level von Erebos zu erreichen. Erste Zweifel kommen ihm erst, als er feststellen muss, dass die Grenzen zwischen dem Spiel Erebos und der Realität verschwimmen. (mehr …)