Mit ‘Rache’ getaggte Beiträge

Nach Streitereien auf einer Klassenfahrt macht sich eine Clique noch mal auf den Weg, um irgendwo zu chillen, etwas zu trinken, ein bisschen Stress zu machen, einfach besser drauf zu kommen. Doch die Stimmung in der Gruppe wird immer schlechter. Da kommt ihnen gerade recht, dass Martin, ein jugendlicher Obdachloser es „wagt“, sie anzusprechen und um ein bisschen Geld anzuschnorren. Schnell entladen sich der ganze Frust und die ganze Aggression der Gruppe an Martin und obwohl dieser noch versucht, zu beschwichtigen, liegt er schon bald blutüberströmt am Boden. Sven, der schlimmste Schläger der Clique, nimmt Martin zusätzlich das noch fast neue Handy ab. Erst später wird sich herausstellen, dass dies ein verhängnisvoller, ja sogar tödlicher Fehler war.

Nachdem der Vorfall nach einigen Wochen für die meisten schon fast vergessen scheint, holen sie ihre Taten wieder ein. Es gibt jemanden, dem das Verschwinden des Obdachlosen aufgefallen ist und der sich dafür rächen will. Zuerst droht dieser Unbekannte nur, doch danach knöpft er sich die Täter der Reihe nach vor … (mehr …)

„Man kann nicht einfach immer weiter Prügel austeilen!, antworte ich. „Dann ist man selbst nicht besser als die.“
Es ist mir egal, ob ich scheinheilig oder feige bin. Tony hat eine härtere Strafe verdient als Sommerferien im Schatten der Gefängnismauern, aber deshalb ist es noch lange nicht in Ordnung, dass er womöglich mit dem IQ eines Zirkusponys aus dem Koma erwacht.“

Cover

Verlag: Kosmos
Seiten: 240
ISBN: 978-3-440-13059-9

Mit „Spieglein, Spieglein an der Wand“ wird die zweite Halbzeit der sechsteiligen Disconnected-Serie begonnen und diesmal ist wieder die Autorin Ina Bruhn mit ihrer Hauptfigur Mateus am Start.

Durch seinen schwulen Klassenkameraden Rasmus lernt Mateus Juliane kennen und verliebt sich in sie. Obwohl der Rest der Welt scheinbar schon lange Bescheid weiß, merkt Mateus es mal wieder als letzter, dass Juliane eher auf Mädchen als auf Jungs steht. Doch Mateus will nicht aufgeben und versucht, Juliane doch noch „umzudrehen“. Wird er dabei Erfolg haben?

Gemeinsam mit Juliane und Rasmus geht Mateus auf Partys und taucht dabei in die Kopenhagener Schwulen-Szene ein. Dort erfährt er etwas über seinen verschwundenen Freund Jonathan, das bei ihm viele Fragen aufwirft. Hat er seinen Freund jemals überhaupt richtig gekannt? Kann es wirklich sein, dass Jonathan homosexuell war oder hat er eigentlich nur in der Szene recherchiert? Mateus weiß nicht, was er überhaupt noch glauben kann.

Gleichzeitig wird er mit dem Hass und der Gewalt konfrontiert, die vielen Homosexuellen in der Stadt entgegenschlägt. Er kann selbst nur mit knapper Not einer Schlägerattacke entgehen, die seinen schwulen Freunden und Bekannten galt. Einer seiner Freunde wird dabei schwer verletzt, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Da formiert sich in der Szene eine Rächertruppe, die die Schwulenhasser aufspürt und ihrerseits krankenhausreif schlägt. Anfangs äußert Mateus noch gewisses Verständnis, doch schnell merkt er, dass mit dieser Form der Selbstjustiz die Rächer kein bisschen besser sind als die ursprünglichen Täter. Mit dieser Einstellung macht er sich nicht unbedingt beliebt … (mehr …)