Mit ‘Jugendprobleme’ getaggte Beiträge

Burton, Spitzname Butterball, gehört nicht gerade zu den beliebten Kids an seiner Schule in einem New Yorker Vorort: er ist ziemlich dick und einer von wenigen Afroamerikanern, kurz gesagt ein totaler Außenseiter. Er hasst aber nicht nur seinen Schulalltag, sondern auch seine kaputte Familie. Dadurch ist er so frustriert, dass er eines Tages einfach ausrastet. Ein Mitschüler, von dem er glaubt, dass dieser schlecht über ihn geredet haben könnte, wird von ihm brutal zusammengeschlagen. Der Rest der Schule ist total geschockt. Aber Butterball ist trotzdem zufrieden mit sich, denn fast macht es den Eindruck, als ob ihm jetzt mehr Leute mit Respekt begegnen würden. Nur knapp entgeht Butterball einem Schulverweis, muss dafür jetzt aber regelmäßig zu einer Gesprächstherapie gehen, worüber er natürlich überhaupt nicht begeistert ist. So ist es kein Wunder, dass er die Therapeutin kaum an sich heranlässt und ihr womöglich etwas über seine Probleme erzählt. Schließlich hatte er gute Gründe für seine Tat – oder etwa nicht?! (mehr …)

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Cover

Verlag: Loewe
Seiten: 200

Bewegliche Ziele beschreibt in ständig wechselnden Perspektiven und jeweils kurzen Abschnitten das Leben der fünf oberflächlich miteinander befreundeten Jugendlichen Sarah, Momo, Jenny, Ette und Ticker, die irgendwo in Deutschland leben. So kurz wie die Abschnitte sind, oft kaum mehr als eine halbe Seite, so kurz werden auch immer der Alltag und die jeweiligen Probleme der Jugendlichen angerissen: Stress mit den Eltern, Alkohol, Drogen, Liebe, Freundschaft, Gewichtsprobleme, Schule, Berufswahl, stressige Hobbys, usw.

Auch das eigentliche Drama in dieser Geschichte, die Vergewaltigung eines der Mädchen, weil sie die beiden Jungs vermeintlich nicht richtig beachtet haben soll, wird nur undeutlich angerissen und man versteht erst im späteren Verlauf des Buchs, was eigentlich passiert ist. Momo muss in die Klinik, um physische und psychische Wunden verheilen zu lassen, während Ette und Ticker für ihre Tat ins Gefängnis wandern. Aber nicht nur die direkt Beteiligten müssen mit diesem brutalen Vorfall und dessen Konsequenzen fertig werden.

Mich hat dieses Buch trotz des brisanten Themas kaum angesprochen, da die einzelnen Charaktere für mich viel zu oberflächlich beschrieben sind. Emotionalen Momenten wie dem Tod des Opas, der Vergewaltigung oder dem Ritzen wird der gleiche zeitliche Raum eingeräumt wie belanglosen Gedanken zum Beispiel über Klamotten.

Auch wenn (zu?) viele Jugendthemen behandelt werden, kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen. Schade 😦