Mit ‘Interview’ getaggte Beiträge

Bei Gerd Ruebenstrunks Besuch von Stefanie Leos Wohnzimmerlesung hatte ich die Gelegenheit, dem Autor von unter anderem „Rebellen der Ewigkeit“, „Arthur“, „Der letzte Zauberlehrling“, und seinem Neuling „Assassino“, den er dort auch vorgestellt hat, 10 Fragen zu stellen:

Gerd Ruebenstrunk

Gerd Ruebenstrunk

Herr Ruebenstrunk, am 5. März erscheint Ihr neues Jugendbuch „Assassino“. Wenn ich richtig gezählt habe, ist das bereits Ihr siebter Roman allein seit 2009.

1. Woher kommen Ihre zahlreichen Ideen für die unterschiedlichen Themen, Charaktere und Schauplätze?

Ich habe ja den großen Vorteil – manche sehen es auch als Nachteil -, dass ich erst relativ spät angefangen habe zu schreiben, d. h. erst mit 50 oder 51 habe ich angefangen, Bücher zu schreiben. Da hat sich natürlich eine ganze Menge angesammelt – ich habe z. B. früher für 2, 3 Jahre viel fürs Fernsehen entwickelt, also Stories, Spielfilme, Serien und vieles mehr. Also war da eigentlich schon ein riesiger Ideenfundus vorhanden – und den habe ich dann einfach hinterher angefangen, in Bücher umzusetzen. Es sammelt sich also einiges an in so ein paar Jahrzehnten (lacht), wo man dann hinterher gucken muss, dass man es einigermaßen ordentlich verarbeitet. Es ist nicht so, dass ich mich hinsetze und sage „Hm, was könnte man für eine Idee entwickeln“ – das funktioniert meistens auch nicht. Es sind meistens solche Sachen, die einem einfach im Alltag einfallen. Beispielsweise bei „Das Wörterbuch des Viktor Vau“: Auf der Terrasse im Sommer – wir haben viele Amseln im Garten – dachte ich: „Mensch – es gibt ja eigentlich gar kein Wort für die männliche Amsel – warum nicht? Die Amsel ist ja weiblich, warum heißt er nicht der Amsler oder so?“ Und aus diesem Gedanken heraus, dass man für jede Sache, die es gibt, eine exakte Bezeichnung findet, kommt dann der nächste Gedanke: „Was wäre eigentlich, wenn einer ein Wörterbuch schreibt, wo diese exakten Begriffe drinstehen?“ Und daraus ist dann „Das Wörterbuch des Viktor Vau“ geworden. Manchmal sind das also ganz banale Dinge. (mehr …)

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