Mit ‘Homosexualität’ getaggte Beiträge

Nachdem ich schon mehrfach sehr positive Rezensionen über John Greens Romane gelesen habe, bin ich neugierig geworden und habe bei WILL GRAYSON WILL GRAYSON zugegriffen, das Green gemeinsam mit seinem Autorenkollegen David Levithan geschrieben hat.

Was genau mich beim Klappentext angesprochen hat, kann ich rückblickend betrachtet gar nicht mehr sagen. Kurz zusammengefasst geht es um zwei 16jährige Jugendliche aus Chicago, die zwar denselben Namen haben, nämlich Will Grayson, sich aber nicht kennen. Durch einen Zufall kreuzen sich eines abends ihre Wege an einem ziemlich schrägen Ort in Chicago, woraufhin ihr Leben jeweils in eine andere Richtung verläuft. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive eines der Will Graysons geschrieben, wobei jeder Autor nur für einen Will zuständig ist. Heimliche, obwohl reichlich auffällige, Hauptperson ist meiner Meinung nach jedoch Tiny Cooper, der nach dem zufälligen Treffen der beiden Wills das Bindeglied zwischen ihnen ist. (mehr …)

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„Man kann nicht einfach immer weiter Prügel austeilen!, antworte ich. „Dann ist man selbst nicht besser als die.“
Es ist mir egal, ob ich scheinheilig oder feige bin. Tony hat eine härtere Strafe verdient als Sommerferien im Schatten der Gefängnismauern, aber deshalb ist es noch lange nicht in Ordnung, dass er womöglich mit dem IQ eines Zirkusponys aus dem Koma erwacht.“

Cover

Verlag: Kosmos
Seiten: 240
ISBN: 978-3-440-13059-9

Mit „Spieglein, Spieglein an der Wand“ wird die zweite Halbzeit der sechsteiligen Disconnected-Serie begonnen und diesmal ist wieder die Autorin Ina Bruhn mit ihrer Hauptfigur Mateus am Start.

Durch seinen schwulen Klassenkameraden Rasmus lernt Mateus Juliane kennen und verliebt sich in sie. Obwohl der Rest der Welt scheinbar schon lange Bescheid weiß, merkt Mateus es mal wieder als letzter, dass Juliane eher auf Mädchen als auf Jungs steht. Doch Mateus will nicht aufgeben und versucht, Juliane doch noch „umzudrehen“. Wird er dabei Erfolg haben?

Gemeinsam mit Juliane und Rasmus geht Mateus auf Partys und taucht dabei in die Kopenhagener Schwulen-Szene ein. Dort erfährt er etwas über seinen verschwundenen Freund Jonathan, das bei ihm viele Fragen aufwirft. Hat er seinen Freund jemals überhaupt richtig gekannt? Kann es wirklich sein, dass Jonathan homosexuell war oder hat er eigentlich nur in der Szene recherchiert? Mateus weiß nicht, was er überhaupt noch glauben kann.

Gleichzeitig wird er mit dem Hass und der Gewalt konfrontiert, die vielen Homosexuellen in der Stadt entgegenschlägt. Er kann selbst nur mit knapper Not einer Schlägerattacke entgehen, die seinen schwulen Freunden und Bekannten galt. Einer seiner Freunde wird dabei schwer verletzt, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Da formiert sich in der Szene eine Rächertruppe, die die Schwulenhasser aufspürt und ihrerseits krankenhausreif schlägt. Anfangs äußert Mateus noch gewisses Verständnis, doch schnell merkt er, dass mit dieser Form der Selbstjustiz die Rächer kein bisschen besser sind als die ursprünglichen Täter. Mit dieser Einstellung macht er sich nicht unbedingt beliebt … (mehr …)