Mit ‘Buchrezension’ getaggte Beiträge

Burton, Spitzname Butterball, gehört nicht gerade zu den beliebten Kids an seiner Schule in einem New Yorker Vorort: er ist ziemlich dick und einer von wenigen Afroamerikanern, kurz gesagt ein totaler Außenseiter. Er hasst aber nicht nur seinen Schulalltag, sondern auch seine kaputte Familie. Dadurch ist er so frustriert, dass er eines Tages einfach ausrastet. Ein Mitschüler, von dem er glaubt, dass dieser schlecht über ihn geredet haben könnte, wird von ihm brutal zusammengeschlagen. Der Rest der Schule ist total geschockt. Aber Butterball ist trotzdem zufrieden mit sich, denn fast macht es den Eindruck, als ob ihm jetzt mehr Leute mit Respekt begegnen würden. Nur knapp entgeht Butterball einem Schulverweis, muss dafür jetzt aber regelmäßig zu einer Gesprächstherapie gehen, worüber er natürlich überhaupt nicht begeistert ist. So ist es kein Wunder, dass er die Therapeutin kaum an sich heranlässt und ihr womöglich etwas über seine Probleme erzählt. Schließlich hatte er gute Gründe für seine Tat – oder etwa nicht?! (mehr …)

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Kati Bergmann ist gemeinsam mit ihrem besten Freund Chris unterwegs in Dubrovnik. Die beiden machen dort jedoch keinen Urlaub, sondern sind im Auftrag von Katis Vater, einem Milliardär, auf der Suche nach einer antiken Fibelscheibe. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt hat Kati immer wieder das Gefühl, dass sie beobachtet oder sogar verfolgt wird. Verärgert schüttelt sie diese Gedanken jedoch ab – bis das schlechte Gefühl zur Gewissheit wird. In einer einsamen Gasse wird Kati von drei Männern eingekesselt und überfallen. Ihre Chancen zur Flucht scheinen extrem schlecht, bis wie aus dem Nichts ein Junge auftaucht, der kaum älter als sie selbst zu sein scheint. Fast mühelos setzt er die vermeintlich übermächtigen Gegner außer Gefecht und rettet damit Kati. Anschließend verschwindet er genauso lautlos wieder in die Nacht wie er vorher aufgetaucht ist.

Kati und der Fremde treffen sich jedoch schon bald wieder, denn der Junge befindet sich auf der Polizeiwache und wird als ein Hauptverdächtiger des Überfalls beschuldigt. Kati klärt die Angelegenheit auf und holt den Jungen aus dem Arrest. Er stellt sich als Ilyas vor, behauptet aber ansonsten, sich an nichts aus seiner Vergangenheit oder zu seiner Identität zu erinnern. Das Seltsame ist, dass Ilyas irgendwie aus einer ganz anderen Zeit zu kommen scheint, einer Zeit, in der es weder Autos, noch Flugzeuge oder Handys gab. Dafür aber eine Zeit, in der schon Jugendliche nur durch Schnelligkeit und mit einem Messer bewaffnet, gefährliche Killer besiegen können. Kommt Kati auf der Suche nach der antiken Fibelscheibe möglicherweise auch Ilyas‘ Geheimnis auf die Spur? (mehr …)

Es fühlt sich seltsam an, […]. Daß man immer nur das erlebt, was man selbst erlebt, aber daß überall sonst auch etwas stattfindet.
Jens in SCHNECKENMÜHLE von Jochen Schmidt

Sommer 1989 in der DDR – der 14jährige Jens fährt wie jeden Sommer seit seinem sechsten Lebensjahr in das Ferienlager Schneckenmühle in Sachsen. Dieser Aufenthalt wird für ihn ein besonderer sein, denn diesmal gehört er zu den Großen, die zum letzten mal dabei sein dürfen.

Vor der Fahrt denkt er noch mit gemischten Gefühlen an die Fahrt, erinnert sich an gute aber auch an unschöne Ereignisse aus den vergangenen Ferienlagern. Schon bald lebt er sich jedoch sehr gut in Schneckenmühle ein und verbringt die Tage mit spielen, wandern, quatschen und Blödsinn machen. Und dann ist da noch die Sache mit den Mädchen, an die er sich irgendwie nicht so richtig herantraut… (mehr …)

Jedes Mal, wenn wir in den Lauf der Natur eingreifen, besteht die Gefahr, dass wir unbeabsichtigt eine Katastrophe auslösen.
aus SCHWARZE SCHWÄNE von Daniel Westland

Jennifer arbeitet als Studentin an der Uni Wuppertal im Bereich Risikoforschung. Durch eine Verkettung von Zufällen gerät sie ohne ihr Wissen in das Visier von GlobalENJ, einem weltweit agierenden Konzern. Erst als sie persönlich bedroht wird, ahnt sie, dass sie mit ihren Forschungen an der Uni scheinbar jemandem gefährlich geworden ist und fängt an, noch tiefer zu recherchieren. Sensibilisiert durch ihr eigenes Schicksal, eine Erbkrankheit, an der ihr Vater bereits früh gestorben ist und die auch ihr selbst voraussichtlich nur noch ungefähr ein halbes Jahr Lebenszeit gibt, schaut Jennifer bei ihren Nachforschungen genauer hin als ihre Kollegen und ihr Chef. Sie schafft Verknüpfungen, die vorher noch niemand gefunden hat und macht dabei eine bahnbrechende und zugleich extrem erschreckende Entdeckung: sie erstellt eine so genannte Todesformel. Wenn alles weiterläuft wie bisher, wird sich die Menschheit bis zum Jahr 2100 selbst ausgerottet haben. Maßgeblich daran beteiligt ist GlobalENJ, die alles daran setzen, Jennifer zum Schweigen zu bringen. Dabei schrecken sie auch vor Gewalt nicht zurück.

Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem Jennifer versuchen muss, der Welt die Augen vor den bestehenden Risiken zu öffnen, ohne dass sie sich selbst und ihre begrenzte verbleibende Lebenszeit vernachlässigt. (mehr …)

Wir müssen Leuchttürme der Hoffnung sein. Wenn nicht wir, wer dann?
Willo in NACH DEM SCHNEE von Sophie D. Crockett

Die Welt in (vielleicht) nicht allzu ferner Zukunft – bedingt durch die globale Erderwärmung sind die Polkappen geschmolzen und haben durch das Schmelzwasser den Golfstrom zum erliegen gebracht. Die Folge: in Europa ist eine neue Eiszeit ausgebrochen, in der Industrialisierung, extensive Landwirtschaft, Autos für alle, elektrischer Strom und fließendes Wasser im Haus nur noch in den Geschichtsbüchern und Erzählungen der Erwachsenen vorkommen.

In dieser Zeit wächst der fünfzehnjährige Willo mit seinem Vater, seiner Stiefmutter und seinen kleinen Zwillingsgeschwistern als illegaler Wanderer in einem einsamen Haus weit außerhalb der Stadt in den Bergen auf. Den mehr als kargen Lebensunterhalt verdient sich die Familie durch Jagd und Verkauf der Felle. Willo ist ziemlich schlicht gestrickt, wie es scheint eine kleine Enttäuschung für seinen Vater, der in ihm gerne eine Hoffnung für die Zukunft, einen Anführer, gesehen hätte. Doch Willo hat auch seine Talente, denn er ist ein ausgezeichneter Jäger und ist sehr geschickt bei der Verarbeitung der Felle.

Als Willo eines Tages von der Jagd nach Hause zurückkommt, ist seine Familie verschwunden, lediglich ein paar LKW-Reifenspuren lassen ihn ahnen, dass sie nicht freiwillig gegangen sein dürften. Schon am nächsten Tag macht er sich in Schnee und Eiseskälte auf die Suche, um seine Eltern wieder zu finden. Dabei trifft er auf zwei Kinder, deren Eltern ebenfalls verschwunden sind. Obwohl ihm seine Instinkte raten, sich nicht einzumischen, da dadurch sein eigenes Überleben in Gefahr geraten könnte, versucht er zu helfen. Zumindest Mary, eins der beiden Kinder, kann er retten und gemeinsam machen sie sich auf den weiteren Weg, bedroht von hungrigen streunenden Hunden, habgierigen und grausamen Menschen, bitterer Kälte und Hunger. Gibt es für Willo und Mary die Hoffnung auf eine bessere Zukunft?

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Mit “Rage Within” setzt die Autorin Jeyn Roberts die Geschichte von Aries, Clementine, Michael und Mason fort, die sie in “Dark Inside” begonnen hat. Den vier Jugendlichen ist es gelungen, die ersten Wochen nach der Apokalypse zu überleben, bei der der Großteil der Menschheit ausgelöscht und viele der Überlebenden in brutale, hinterhältige Killer, sogenannte „Bagger“ verwandelt worden sind. Gemeinsam mit einer Handvoll anderen Jugendlichen, die ebenfalls nicht durch diese mysteriöse Krankheit verwandelt zu sein scheinen, verstecken sie sich in einem verlassenen Haus in Vancouver. Von dort aus versuchen sie, sich einen Überblick über diese chaotische neue Welt zu verschaffen, in der das Grauen die Herrschaft übernommen hat. Die Bagger sind nicht mehr zombieartige, willenlose, mörderische Kreaturen, sondern sie sind organisierter, zielgerichteter geworden, was sie noch viel gefährlicher macht. Sie durchstreifen die Straßen auf der Suche nach Flüchtlingslagern mit nicht vom Bösen infizierten Überlebenden und versklaven oder töten sie.

Daher ist es auch für Aries, die die Führung innerhalb ihrer kleinen Gruppe Überlebender übernommen hat, und ihre Freunde so schwierig, Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu haben. Dennoch versuchen sie, sich durchzukämpfen und Mitstreiter zu finden, mit denen man für die Zukunft planen kann. Dabei müssen sie jedoch feststellen, dass sie selbst durch die Kämpfe härter und vielleicht auch weniger menschlich werden. Außerdem scheint es unter ihnen einen Verräter zu geben. Gewinnt das Böse auch in ihnen die Oberhand?  (mehr …)

You can’t blame us for wanting to carpe that diem if our diems are numbered.
Allie in WHAT WE SAW AT NIGHT

Allie, Juliet and Rob are “Children of the Moon”. No, don’t worry, you won’t find any creepy bloodsuckers or hairy fairytale creatures in this novel. The three teenagers suffer from Xeroderma Pigmentosum (XP), a very rare genetic disorder, a potentially lethal sun  light allergy. They live like ghosts , in the same city as their families or other persons of their age but somehow in a parallel universe, a night universe, because they have to prevent any exposure to sunlight.

Most people with XP die before they are forty. This is a cruel fate, but Allie, Juliet and Rob stick together and try to make the most out of it. The three of them spend almost every night together, exploring the city when the rest of the world is asleep. One day, Juliet the daredevil in this group, comes up with the idea of training for Parkour, a quite challenging sport with running, climbing, crawling and jumping to traverse physical obstacles. Allie and Rob are all for it and soon they start reckless freerunning adventures, leaping from one tall building to another and exploring the rooftops all over the town. During one of their Parkour runs, Allie catches a glimpse into an illuminated window and sees something that seems to be a murder. Allie calls the police but they don’t find anything suspicious.

However, this is the turning point in Allies life. When she needed Parkour before to spice up her life, now the fun really starts because someone knows that Allie really saw something that she shouldn’t have seen. And this makes her life a spine chilling nightmare. (mehr …)

Was würdest du machen, wenn deine verstorbene Großtante dir ein Haus in einem abseits gelegen Dorf irgendwo im Harz vererben würde?

Die 17jährige Nicola, genannt Nico, möchte das Erbe antreten, doch ihre Eltern sind dagegen und schlagen die Erbschaft in Nicos Namen aus. Den wahren Grund nennen ihre Eltern nicht, nur dass es besser für Nico sei. Irgendetwas muss es mit einem schrecklichen Vorfall vor mehr als zehn Jahren in Schattengrund, dem Haus von Nicos Großtante, zu tun haben. Nico kann sich nicht mehr erinnern, was damals passiert ist, sie weiß nur, dass die Geschichte ihr Leben dramatisch verändert haben muss.

Trotzdem will sie ihr Erbe nicht kampflos aufgeben und reißt heimlich aus, um in den Harz zu reisen und sich Schattengrund zumindest einmal anzusehen. Dort angekommen muss sie feststellen, dass ihr im Dorf, bis auf wenige Ausnahmen abgesehen, eine Welle der Ablehnung, ja schon fast des Hasses, entgegenschlägt. Am liebsten würde Nico aufgeben und wieder abreisen, doch ein Schneesturm, der das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat, hindert sie daran. So muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und Schritt für Schritt kommt die Erinnerung zurück. Ein schreckliches Verbrechen ist vor vielen Jahren im Dorf geschehen und Nico war dabei. War es wirklich ihre Schuld, was damals passiert ist oder ist der wahre Täter ungeschoren davongekommen und läuft womöglich noch frei im Dorf herum? (mehr …)

Der siebzehnjährige Kris lebt nach dem Unfalltod seiner Eltern gemeinsam mit seiner erwachsenen Schwester Aki auf einem Hausboot auf einem Kanal am Stadtrand von Berlin. Die beiden Geschwister verstehen sich sehr gut, denn Aki ist eine sehr lebenslustige, manchmal schon draufgängerische, coole große Schwester, die es weitgehend problemlos schafft, für sich und Kris zu sorgen.

Als Kris von einer Klassenfahrt zurückkommt, ist er daher sehr überrascht, dass das Hausboot ziemlich verwahrlost aussieht und Aki nur noch ein Schatten ihrer selbst ist: mürrisch, lustlos, schon fast lethargisch. Was ist nur auf einmal mit Aki los? Die Sorgen werden für Kris noch viel größer, als er zunächst auf dem Boot Überwachungskameras entdeckt und die Geschwister dann auch noch überfallen werden. Kris kann fliehen, doch Aki wird entführt und verschwindet spurlos. Verzweifelt schaltet Kris die Polizei ein, doch dort glaubt man seine Geschichte nicht. Zum Glück kann er sich auf seine Freunde Jon und Val verlassen, die ihm nicht nur einen Unterschlupf bieten, sondern ihn auch bei der Suche nach Aki unterstützen.

Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf Hinweise, die auf illegale Medikamententests eines zwielichtigen Pharmakonzerns schließen lassen. Wird Aki womöglich von diesen Verbrechern gefangen gehalten und vergiftet? Können Sie Aki noch retten und wird sie jemals wieder so sein, wie sie früher war? (mehr …)

Marko wacht orientierungslos in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik auf und fragt sich, wie er dort hingekommen sein könnte. Erst nach und nach lichtet sich der Nebel in seinem Kopf und als er dann auch noch eine ihm bekannte Person beim Krankenhauspersonal entdeckt, erinnert er sich wieder an einen sinnlosen Mord, der noch nicht gesühnt wurde. Gelingt es Marko, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen oder ist der Täter schneller und zieht Marko endgültig aus dem Verkehr?

Bernard Beckett lässt in WIE DU IHR die Hauptperson Marko abwechselnd aus seiner Gegenwart in der Psychiatrie und seiner wenige Wochen zurückliegenden Vergangenheit bei einem Outdoorkurs seiner Schule erzählen. Dieser Outdoorkurs endet im Horrortrip mit einem schweren Erdbeben und einem Mord in seiner Exkursionsgruppe. (mehr …)