Mit ‘Buchbesprechung’ getaggte Beiträge

Es fühlt sich seltsam an, […]. Daß man immer nur das erlebt, was man selbst erlebt, aber daß überall sonst auch etwas stattfindet.
Jens in SCHNECKENMÜHLE von Jochen Schmidt

Sommer 1989 in der DDR – der 14jährige Jens fährt wie jeden Sommer seit seinem sechsten Lebensjahr in das Ferienlager Schneckenmühle in Sachsen. Dieser Aufenthalt wird für ihn ein besonderer sein, denn diesmal gehört er zu den Großen, die zum letzten mal dabei sein dürfen.

Vor der Fahrt denkt er noch mit gemischten Gefühlen an die Fahrt, erinnert sich an gute aber auch an unschöne Ereignisse aus den vergangenen Ferienlagern. Schon bald lebt er sich jedoch sehr gut in Schneckenmühle ein und verbringt die Tage mit spielen, wandern, quatschen und Blödsinn machen. Und dann ist da noch die Sache mit den Mädchen, an die er sich irgendwie nicht so richtig herantraut… (mehr …)

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Cover

Verlag: Gerstenberg
Seiten: 416

Nach dem spannenden ersten Buch „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ musste ich natürlich wissen, wie es mit Timothée de Fombelles Romanheld Vango weitergeht. „Vango – Prinz ohne Königreich“ startet mit einer kurzen Zusammenfassung des ersten Buches. Diese hilft, den Einstieg in die komplexe Geschichte wiederzufinden, reicht jedoch auf keinen Fall , das zweite Buch vollständig zu verstehen, wenn man erst ab hier in Vangos Universum eintaucht.

Nachdem Vango die Hintergründe seiner dramatischen Vergangenheit und der Ermordung seiner Eltern erfahren hat, macht er sich auf die Suche nach dem Mann, der seine Eltern auf dem Gewissen hat. Doch Vango ist nicht nur Jäger, sondern wie schon im ersten Buch auch Gejagter. Mysteriöse Verfolger hetzen ihn über den halben Erdball, um ihn zu töten. Aber Vango hat auch ein dichtes Netz an Freunden und Helfern, die selbst über die halbe Welt verteilt sind und alles tun, um ihn zu schützen. Schafft Vango es, den Tod seiner Eltern zu rächen und das Geheimnis seiner eigenen Herkunft zu lüften? (mehr …)

Cover

Verlag: Chickenhouse
Seiten: 368

Paisley und Beau sind die Wunderzwillinge. Als sie sechs Jahre alt sind, finden sie ihre Mutter leblos auf dem Boden und machen sich auf der Suche nach Hilfe auf den Weg zum Golfclub, um ihren Vater zu finden. Doch dort kommen sie nie an, sondern verirren sich im Wald. Erst nach drei Tagen werden sie gefunden, etwas hungrig und schmutzig, aber ansonsten unversehrt. Die Mutter ist tot und ihr Vater hat in der Zwischenzeit einen Raubüberfall begangen, für den er über zehn Jahre ins Gefängnis wandern soll. Paisley und Beau werden in die Obhut ihrer Großmutter gesteckt, einer mäßig erfolgreichen, botoxgetunten ehemaligen Soapdarstellerin. Die Großmutter sorgt dafür, dass die Zwillinge daraufhin durch die Medien gejagt werden, die die Kinder und ihre schlimme Geschichte bewundern und bedauern. Positiver Nebeneffekt besonders für die Großmutter: es kommt viel Geld dabei zusammen, das zwar für die Kinder in einem Treuhandkonto angelegt werden soll, an dem sie sich aber trotzdem fleißig bedient.

Nach einer Weile spielen die Zwillinge dieses Spiel nicht mehr mit. Insbesondere die aufmüpfige Paisley, die ihrem braven und stillen Bruder in dieser Hinsicht gar nicht ähnelt, macht ihrer Großmutter einen Strich durch die Rechnung. Daraufhin trennt die Großmutter kurzerhand die Zwillinge und schickt Paisley auf eine weit entfernte Schule in der Hoffnung, dass diese keinen schlechten Einfluss mehr auf Beau nehmen kann.

Bis zu ihrem sechzehnten Lebensjahr muss Paisley häufig die Schule wechseln, da sie immer wieder wegen ihrer Frechheit und Aggression auffällt. Auch von den Schulpsychologen lässt sie sich nicht helfen. Immer noch hat sie nicht die Hoffnung aufgegeben, dass sie irgendwann mit ihrem Bruder und ihrem geliebten Vater zusammen leben kann. Doch von ihrem Vater haben die Zwillinge seit seiner Verhaftung nichts mehr gehört. Erst als Beau durch einen Zufall herausfindet, dass die Großmutter alle Briefe des Vaters in den vergangenen Jahren abgefangen hat und ihr Vater scheinbar mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen wurde, entschließen sich die Zwillinge, sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. (mehr …)

Der 16jährige John Wynn Whitmore, von allen nur Jack genannt, lebt bei seinen Großeltern Wynn und Stella in Kalifornien. Obwohl seine Großeltern ihn lieben, hat Jack keinen besonders guten Kontakt zu ihnen, denn er wirft ihnen vor, dass seine Mutter unmittelbar nach seiner Geburt auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist.

Vor seinem ersten Highschool-Jahr plant Jack gemeinsam mit seinem besten Freund Conner eine Reise nach England. Eine Party vor der Abreise stellt Jacks bisheriges Leben auf den Kopf. Auf der Party stolpert er angetrunken in eine peinliche Situation und läuft aus dem Haus. Ein Fremder, der sich als Arzt vorstellt, spricht ihn an, um ihm zu helfen und nach Hause zu fahren. Obwohl er weiß, dass er eigentlich nicht mitfahren sollte, steigt er zu dem Fremden ins Auto, trinkt einen Schluck Wasser und schläft ein.

Als er wieder aufwacht, hat er höllische Schmerzen und liegt gefesselt auf einem Tisch. Der vermeintliche Arzt bedroht und foltert ihn und nur eine zufällige Störung verhindert, dass Jack von dem Mann sexuell missbraucht wird. Mit viel Glück kann Jack sich befreien und fliehen.

Nur seinem Freund Conner kann Jack erzählen, was ihm passiert ist. Gemeinsam planen sie Selbstjustiz, die jedoch völlig aus dem Ruder läuft. Der lange ersehnte Englandtrip soll Jack auf andere Gedanken bringen, doch er kann die traumatischen Erlebnisse und Schuldgefühle nicht einfach verdrängen. (mehr …)