Mit ‘Buch-Rezensionen’ getaggte Beiträge

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Verlag: Thienemann
Seiten: 320
ISBN: 978-3-522-20123-0

„Who wants to live forever?“

Diese und andere ethische Fragen zum Thema Gentechnik wirft Gabriele Gfrerer in ihrem Thriller Infinity auf.

Klara ist Schülerin der Sir-Karl-Popper-Schule in Wien, einem Elitegymnasium, und steht kurz vor der Matura. Ihr Leben scheint ziemlich perfekt und sie hat gute Freunde, mit denen sie sich regelmäßig trifft oder chattet. Nur ihr scheinbar größtes Problem, der Kleinkrieg mit ihrer Klassenkameradin und Lieblingsfeindin Lucie, der sich ewig darum dreht, wer von beiden wohl Klassenbeste ist oder den nächsten Wettbewerb gewinnt, nervt ein wenig.

Ihr Leben nimmt eine dramatische Wende, als in ihrem Freundeskreis unabhängig voneinander mehrere Jungen, die ansonsten absolut friedlich sind, ohne jeden erkennbaren Grund ausrasten und andere krankenhausreif prügeln. Zunächst befürchtet Klara, dass sie selbst ein wenig Schuld am Ausrasten eines Freundes sein könnte, erfährt dann aber schnell, dass dieses Phänomen plötzlicher Aggressivität bei Jugendlichen im ganzen Land aufzutreten scheint. Als ihr bester Kumpel Jonas nach einer Prügelei völlig weggetreten im Krankenhaus liegt und Richi, ein anderer Freund, spurlos verschwindet, will Klara der Sache auf den Grund gehen. Gemeinsam mit Alen, einem Studienkollegen Richis, und Lucie, die sie trotz aller Konkurrenz in diesem Fall einfach braucht, versucht sie, die Wahrheit herauszufinden. (mehr …)

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Verlag: Thienemann
Seiten: 288

Stell dir vor, du lebst dein ganz normales, weitgehend ereignisloses Leben, gehst abends in Bett und wenn du wieder aufwachst, steht dein Leben auf dem Kopf.

Genau das ist dem 18jährigen Amerikaner Charlie West passiert. An einem Tag lebt er noch mit seinen Eltern und seiner Schwester zusammen, geht zur Schule und träumt von seiner Traumfreundin und einer Zukunft als Air Force Pilot. Abends geht er ins Bett, um dann am nächsten Tag im Albtraum seines Lebens zu erwachen. Charlie sitzt gefesselt in einem Stuhl, voller Blutergüsse, nässenden Brandwunden in stinkender, blutbefleckter Kleidung. Er weiß weder wo er ist noch wie er in diesen Raum gekommen ist. Das einzige, was er trotz aller Panik ahnt, ist, dass er irgendwie von dort verschwinden muss, denn die Instrumente, die um ihn herum liegen, lassen ihn Böses vermuten. Als er dann auch noch aus einem Nebenraum Stimmen hört, die seine Ermordung ankündigen, weiß er, dass er handeln muss – JETZT – SCHNELL!

In allerletzter Sekunde gelingt ihm die Flucht und von da an muss er kreuz und quer durchs Land hetzen. Verfolgt wird er dabei nicht nur von den Killern, sondern auch von der Polizei, denn ihm wird vorgeworfen, seinen ehemals besten Freund umgebracht zu haben. Doch wie kann das sein? Was ist seit dem Vorabend passiert? Im Laufe seiner Flucht dämmert Charlie langsam, dass nicht nur eine Nacht vergangen ist, sondern mehr als ein Jahr, an das ihm jedoch jegliche Erinnerung fehlt. Könnte es sein, dass die Dinge stimmen, die ihm vorgeworfen werden? Ist Charlie ein Mörder und Lügner oder womöglich sogar ein Terrorist? (mehr …)

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Verlag: Heyne
Seiten: 352
Erscheinungsjahr: 2012

Amerika in nicht allzu ferner Zukunft: Bedingt durch den Klimawandel ziehen in nur kurzen Abständen immer wieder Hurrikane, sogenannte Stadt-Killer, über die Golfküste und verwüsten die Küstengebiete. Die Pole sind geschmolzen und durch den dramatischen Anstieg des Meeresspiegels sind die Küstenstädte im Meer versunken, nur die Spitzen der Hochhäuser kommen wie gefährliche Zähne in den Bereich der Meeresoberfläche und gefährden so die Schifffahrt.

Fossile Brennstoffe und andere Ressourcen sind auf der Erde weitgehend verbraucht und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Auf der einen Seite gibt es Konzerne, die mit dem Recycling von Rohstoffen ein Vermögen verdienen und auf der anderen bitterarme Menschen, die die Rohstoffe sammeln und an die Konzerne verkaufen, um ihr Überleben zu sichern.

Nailer, die Hauptfigur im Roman Schiffsdiebe, ist ein Teenager, der zur bitterarmen Seite der Rohstoffverwertung gehört. Gemeinsam mit seinem drogensüchtigen und extrem brutalen Vater lebt er in einer Hütte am Strand an der Golfküste. Sein gesamtes Umfeld ist von tiefer Armut und Kriminalität geprägt, Mord, Prostitution sowie Drogen- und Organhandel sind an der Tagesordnung; ein Menschenleben ist nicht viel wert. (mehr …)

Insurgent. Noun. A person who acts in opposition to the established authority, who is not necessarily regarded as a belligerent.
Insurgent, p. 458

The beginning of Insurgent picks up right where Divergent left off. Tris’s initiation day is over, but it wasn’t marked with celebration and victory with her chosen faction, instead the day ended in violence and horror.

Together with Four (Tobias) and a small group of their friends, she has escaped the simulation that killed innumerable people, but their fight is far from over. They try to find a temporary shelter at Amity to hide from Erudite and the Dauntless traitors, to tell the other factions about the war against Abnegation and to team up to fight Erudite. Unfortunately, they gain no support from any of the factions. Instead, the conflict between the factions and their ideologies grows and a possible war looms.

Tris isn’t the same girl anymore as before her initiation day:
She grieves for her murdered parents and can’t fight her feelings of guilt for murdering one of her best friends while he was under the simulation.
She is tired of being Tris, that she has done bad things she can’t take back and which are part of her now.
She doesn’t know if she still wants to live and becomes more and more reckless, sometimes senselessly risking her life.

In spite of this depressing burden, Tris has to move on, because she learns that the Abnegation and with them her parents have died for a reason. The Abnegation leaders planned to out a big secret to the population that Erudite wanted to hide at any price. Now, Tris needs to know about this secret, the reason for all the horrible deaths and of course she plans to finish what her parents and former faction started. (mehr …)

Zoë Beck schreibt über ihre Hauptfigur Edvard (nicht mit „w“ wie der Vampir, sondern mit „v“ wie Munch oder Grieg ;-)), indem sie ihn in Form eines Blogs aus seinem Leben berichten lässt.

Edvard ist 14 und mit der Pubertät bei weitem noch nicht so weit durch, wie er es gerne hätte. Als ob ihn das nicht selbst schon genug nerven würde, blamiert ihn sein oberfieser Klassenkamerad Henk noch ständig mit Bemerkungen über sein Aussehen und mangelnde Coolness.

Edvard ist so frustriert, dass er sogar seine Eltern anbettelt, dass er die achte Klasse wiederholen möchte. Doch seine Eltern steigen darauf nicht ein und so muss Edvard nach den Sommerferien wieder in seine alte Klasse – ohne Brusthaare, ohne Muskeln, mit einer Mädchenstimme und viel zu langen Armen und Beinen.

In seiner Klasse hat Edvard nur wenige Freunde und auch auf seiner Facebook-Seite ist nur wenig los. Seit mehr als einem halben Jahr versucht er vergeblich, näheren Kontakt zu Constanze zu bekommen, dem klügsten, bestaussehendsten, beliebtesten und coolsten Mädchen der Klasse, doch Constanze ignoriert ihn einfach. Da erfindet er kurzerhand ein Fake-Profil auf Facebook mit einem Foto eines cool aussehenden Typen von einer Bildagentur, nennt sich Jason Miles und tut so als sei er ein amerikanischer Austauschschüler. Tatsächlich springt Constanze direkt darauf an und kommuniziert häufig mit „Jason“. Als Edvard seine Fake-Identität „Jason“ immer umständlicher beschreiben muss und Constanze sich scheinbar in Jason verliebt, ist Edvard so genervt, dass er Jason „sterben“ lässt. Er ahnt nicht, was für eine Lawine er damit lostritt… (mehr …)

Begabt wie Potter, aber nicht so streberhaft. Der ironische Unterton des Buches macht Trix auch für große Zauberlehrlinge lesenswert.

Dieser auf amazon.de zitierte Pressekommentar hat mich neugierig gemacht auf ein Buch, das ich zunächst nicht unbedingt auf meiner Wunschleseliste hatte. Schnell habe ich mich allerdings schon fragen müssen, was das Buch nur im geringsten mit Potter zu tun haben soll, außer dass Magie im Spiel ist? Gefesselt hat mich das Buch trotzdem.

Die Geschichte ist ein Märchen in einem Phantasieland zu einer dem Mittelalter ähnlichen Zeit. Trix Solier, die Hauptfigur des Märchens, ist der verwöhnte 14jährige Sohn eines Co-Herzogs, der sich in seinem Leben mehr oder weniger langweilt und dazu ausgebildet wird, irgendwann selbst Co-Herzog zu werden. Mit diesem Leben ist es aber schnell vorbei, als der zweite Co-Herzog einen fiesen Putsch unternimmt, bei dem Trixs Eltern zwar einen „ehrenvollen Tod“ sterben, aber damit trotzdem tot sind und Trix zum Waisen machen. Trix selbst wird nur deshalb verschont und am Leben gelassen, weil der zweite Co-Herzog mit seinem eigenen Sohn unzufrieden ist, und die irre Idee hat, dass Trix diesen durch spätere Racheakte „motivieren“ könnte, mehr aus seinem Leben zu machen.

So macht sich der verbannte Trix alleine auf den Weg, um zu lernen und Verbündete zu finden, damit er die Möglichkeit bekommt, seine Rechte wieder einzufordern und den Tod seiner Eltern zu rächen. Auf seiner Reise lernt er neue Freunde wie Ian und Hallenberry kennen, aber auch Mentoren wie den Halbzwerg Ritter Paclus und den Magier Radion Sauerampfer, der ihn als Zauberschüler annimmt. Die rauschkrautsüchtige Blumenfee Annette, die Trix sich herbeizaubert und nicht wieder loswird, komplettiert den Kreis der Abenteurer.

Auf dem Weg, den bösen Putsch zu rächen, erlebt Trix so manches Abenteuer, muss sich verstecken, immer wieder fliehen, gegen Untote kämpfen und auch eine Prinzessin vor der Zwangsheirat retten. Hat er überhaupt eine Chance, sein Erbe zurückzubekommen?  (mehr …)

Anterra, eine schwebende Satellitenstadt in der Umlaufbahn der Erde, geplant und errichtet durch das United Space Program. Ziel des Projekts ist, eine bessere Welt für eine bessere Menschheit zu schaffen, ohne Kriminalität und ohne Korruption, die die Gesellschaften auf der Erde zu zerstören drohen. Von über achtzig Millionen Menschen, die sich als neue Bewohner dieser Satellitenstadt beworben haben, wird nur etwa ein Prozent genommen: das Beste, was die Menschheit zu bieten hat, perfekte Bürger für eine perfekte Gesellschaft. Sie müssen alle erdenklichen Prüfungen über sich ergehen lassen, dass sie diesem Anspruch wirklich gerecht werden. Alle Mühe ist vergeblich, denn es dauert nicht einmal ein Jahrhundert nach der Gründung Anterras, bis es auch in dieser Satellitenstadt eine bedeutende und blühende kriminelle Unterwelt gibt.

Jill ist ein Teenager, der auf sich alleine gestellt in Anterra lebt; zu ihrem Vater hat sie keinen Kontakt und ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Errander, auf Botengängen für die kriminellen Drahtzieher der Unterwelt. Ein harter und gefährlicher Job, denn ihren Auftraggebern ist egal, was aus ihr wird, sobald sie ihren Job erledigt hat.

Der nächste Auftrag, den Jill entgegennimmt, läuft anders als geplant; sie scheint in einen Hinterhalt geraten zu sein und kann nur mit knapper Not entkommen. (mehr …)

„Unsichtbare Blicke“ erzählt die Geschichte von Josie, einem 17jährigen Mädchen, das mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf wohnt. Josies Eltern gehören einer strengen christlichen Glaubensgemeinschaft an und besonders ihr Vater erlaubt Josie nur wenig von dem, was gleichaltrige Jugendliche in ihrer Freizeit machen. Wenn sie nicht zur Schule geht, arbeitet Josie häufig in einem Pflegeheim oder sie sitzt zuhause vor ihrem Laptop und chattet mit Freundinnen oder seit einiger Zeit auch mit Geronimo, den sie vor ein paar Wochen bei SchülerVZ „kennengelernt“ hat. Da Geronimo sich irgendwie anders als alle anderen verhielt, nämlich sie nicht anmachte, oder nach privaten Daten fragte, waren sie zu Chatattack4U gewechselt und jetzt chattet Josie regelmäßig mit ihm. Geronimo schickt ihr seine Lieblingsbilder und schon bald hat Josie so viel Vertrauen, dass sie mit ihm über ihre Probleme spricht, obwohl sie seine eigentliche Identität nicht kennt.

Erst als Josie im Real Life ihrem Mitschüler Felix näher kommt und sich in ihn verliebt, bröckelt der intensive Online-Kontakt zu Geronimo. Dieser nimmt das nicht einfach so hin und erpresst Josie mit intimen Fotos von ihr und Felix. Aber woher hat er die nur? Außerdem muss Josie mit Entsetzen feststellen, dass Geronimo sie scheinbar über Wochen mit der Webcam ihres Laptops Tag und Nacht beobachtet hat. Sie versucht, Geronimo loszuwerden, doch der gibt nicht auf und schon bald schwebt Josie in Lebensgefahr. (mehr …)

„Dustlands – Die Entführung“, geschrieben von Moira Young, ist der erste Band der neuen dystopischen Geschichte um Saba und ihre Familie.

Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi lebt die 18jährige Saba in einer postapokalyptischen Welt in großer Einsamkeit an einem toten See. Ihr Leben ist hart und voller Entbehrungen, durch ihre Abgeschiedenheit bekommen sie dafür aber auch nichts von der Gesellschaft außerhalb mit, die von Diktatur, Brutalität und Sklaverei geprägt ist. Sabas Mutter ist bei Emmis Geburt gestorben, was Saba ihrer 9jährigen Schwester auch heute noch übelnimmt. Auch ihr Vater ist seit dem Tod seiner Frau nicht mehr derselbe und hat kaum noch Bezug zu seiner verbleibenden Familie. Der große Mittelpunkt in Sabas Leben ist ihr wenige Stunden älterer Zwillingsbruder Lugh, der ihrer Meinung nach in allem besser ist als sie selbst: egal ob Aussehen, Geschicklichkeit, Intelligenz oder Menschenfreundlichkeit. Nur zu ihm schaut sie auf, nur er zählt für sie.

Daher geht für sie auch fast die Welt unter, als eines Tages eine Horde Soldaten ihre Familie überfällt, ihren Vater tötet und Lugh entführt. Sie schwört, dass sie ihm folgen und ihn befreien wird und macht sich auf die Suche nach Lugh. Dabei wird sie, obwohl sie es nicht will, von ihrer kleinen Schwester begleitet. Saba muss sich schnell an die ihr fremde Umgebung anpassen und dabei selbst große Gefahren überstehen. Menschen, auf deren Hilfe sie gehofft hat, täuschen sie, aber sie lernt auch Freunde kennen, die ihr bedingungslos helfen, ihren Bruder wiederzufinden. (mehr …)

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Verlag: Loewe
Seiten: 640

Die dunkle Pforte öffnet sich wieder…

Nach dem ersten Buch der geplanten Trilogie sind in der Geschichte 3 Monate vergangen und Pascal Rivas versucht, seine Verpflichtung als Wanderer für einige Zeit ruhen zu lassen, doch er hat das Gefühl, dass ihn in der Unterwelt nicht nur seine toten Freunde vom Friedhof von Montparnasse erwarten, sondern auch etwas anderes auf ihn lauert. Und damit hat er Recht: Bei seiner Rettungsaktion für seine Freundin Michelle hat er auch den 10-jährigen Marc, der nicht so unschuldig ist, wie er aussieht, auf dem Weg zur Hölle befreit und ihn ins Zwischenreich gelassen. Dieses bösartige Wesen führt nichts Gutes im Schilde (mehr …)