Archiv für die Kategorie ‘Kriminalität’

Nach Streitereien auf einer Klassenfahrt macht sich eine Clique noch mal auf den Weg, um irgendwo zu chillen, etwas zu trinken, ein bisschen Stress zu machen, einfach besser drauf zu kommen. Doch die Stimmung in der Gruppe wird immer schlechter. Da kommt ihnen gerade recht, dass Martin, ein jugendlicher Obdachloser es „wagt“, sie anzusprechen und um ein bisschen Geld anzuschnorren. Schnell entladen sich der ganze Frust und die ganze Aggression der Gruppe an Martin und obwohl dieser noch versucht, zu beschwichtigen, liegt er schon bald blutüberströmt am Boden. Sven, der schlimmste Schläger der Clique, nimmt Martin zusätzlich das noch fast neue Handy ab. Erst später wird sich herausstellen, dass dies ein verhängnisvoller, ja sogar tödlicher Fehler war.

Nachdem der Vorfall nach einigen Wochen für die meisten schon fast vergessen scheint, holen sie ihre Taten wieder ein. Es gibt jemanden, dem das Verschwinden des Obdachlosen aufgefallen ist und der sich dafür rächen will. Zuerst droht dieser Unbekannte nur, doch danach knöpft er sich die Täter der Reihe nach vor … (mehr …)

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„Wir haben ihn nicht umgebracht! Wir haben ihn doch kaum angefasst! […] Weißt du, was er geantwortet hat, als Mark zu ihm gesagt hat, dass er uns anbetteln soll, ihn freizulassen? ‚Das werde ich ganz bestimmt nicht tun.‘ Jemand, der zusammengeschlagen wurde, würde so etwas doch nie sagen, oder?“
David Ruggles in „Killing Mr Griffin“ – Eigentlich war nur es nur als harmloser Denkzettel gedacht: Die Entführung von Mr Griffin, einem unerträglichen Lehrer an einer High School.

Täglich zieht Mr Griffin wegen seines strengen Verhaltens den Hass seiner Schüler auf sich, dabei will er ihnen doch nur das spätere Leben einfacher machen. Seine Unbeliebtheit geht sogar so weit, dass eine Clique von Schülern um Mark und Jeff beschließt, sich an ihm zu rächen, indem sie ihn entführen. Sie durchdenken ihren Plan bis ins kleinste Detail, und laden ihren Lehrer dann gefesselt und mit verbundenen Augen in einem Wald ab. Theoretisch sollte alles klappen, doch als die Kidnapper zurückkehren, trifft sie eine große Überraschung: Mr Griffin ist tot. Wie sie später erfahren, ist er an einer Herzschwäche gestorben, gegen die er eigentlich Medikamente hätte nehmen müssen, doch sie versuchen, ihre Tat zu vertuschen. Auch hier hat die Truppe direkt einen scheinbar perfekten Plan, aber keiner kann wirklich einen kühlen Kopf bewahren. Und so kommt es, dass immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen… (mehr …)

TFTH – Thanks For The Hunt
Geh mit den Salzburger Ermittlern auf eine Geocaching-Jagd – die Fundstücke sind blutig…

Nachdem Ursula Poznanski mich schon mit ihren Jugendbüchern Erebos und Saeculum überzeugt hat, war ich neugierig auf ihren ersten „Nichtjugendbuch“-Thriller.

In „Fünf“ jagt das Ermittlerteam um die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einen Serienkiller. Die Suche gestaltet sich wie eine gruselige Schnitzeljagd, denn der Täter versteckt Leichenteile seiner Opfer und stellt den Ermittlern Rätselaufgaben, die auf die Koordinaten hinweisen, wo die Beweisstücke zu finden sind. Beate Kaspary und ihren Kollegen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf diese blutige Variante des Geocaching einzulassen, wenn sie dem Töten ein Ende machen wollen. Jedoch ist der Täter ihnen immer einen Schritt voraus und lässt das Schreckliche wahr werden. Nach und nach verschwindet ein möglicher Zeuge nach dem anderen und abgeschnittene Körperteile lassen das Schlimmste befürchten. Der Mörder scheint sie vorführen zu wollen und immer mehr deutet darauf hin, dass er Frau Kaspary gezielt für die Ermittlungen gegen ihn ausgesucht hat. Wird die Ermittlerin womöglich selbst auch Teil seines makabren Geocaching-Spiels? Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem womöglich erst die letzte Geocaching-Stage das entscheidende Puzzle-Teil in der Kette der Rätsel zutage fördern wird. Die Frage ist, wie viele Opfer bis dahin grausam sterben müssen. (mehr …)

Großvater hätte mich davor gewarnt, mir eine Familie zu wünschen, mir ein normales Leben zu wünschen. Für ihn war normal nie das, wonach es aussah. Er sagte, jede Familie, ohne Ausnahme, hätte einen dunklen Schatten in ihrer Mitte, ein schreckliches Geheimnis.

Nur durch einen Zufall wird Chap, ein junger Londoner Obdachloser, in das Leben eines anderen Jungen geschubst. Nach einer Schlägerei landet er in einer Notunterkunft für schwierige Kinder. Aufgrund ihrer verblüffenden Ähnlichkeit hält man ihn dort für Cassiel Roadnight, einen Jungen, der seit über einem Jahr verschwunden ist. Zwar streitet Chap zunächst ab, dieser Junge zu sein, doch man glaubt ihm nicht. Da kommt Chap der Gedanke, dass er so sein altes Leben hinter sich lassen könnte und neu anfangen könnte, wo doch sowieso alle genau das von ihm zu wollen scheinen.

Und so kommt es, dass Chap ohne eigenes aktives Zutun in die Identität eines anderen Jungen schlüpft, der ihm einfach nur unglaublich ähnlich sieht. Selbst die Familie dieses Jungen bemerkt nicht, dass er der falsche Cassiel ist. Chap hat dort kurze Momente in denen er genießt, zu einer Familie zu gehören, Geborgenheit zu erfahren; etwas das er vorher nie gekannt hat. Doch zu jeder Zeit ist er sich auch bewusst, dass er möglicherweise durch sein Einschleichen in die Familie einen Riesenfehler begangen hat, der, wenn er auffliegt, nicht nur ihm sondern auch „seiner Familie“ schwer schaden würde. Seine Unsicherheit wird noch dadurch verstärkt, dass in der Familie offensichtlich irgendetwas faul ist. Wohin und vor allem warum ist Cassiel wohl verschwunden? Hat jemand aus der Familie oder dem Umfeld etwas mit dem Verschwinden zu tun? Ein Bekannter Cassiels scheint Chap auf eine heiße Spur zu führen. Chap muß sich nun entscheiden, ob er seine Lüge auffliegen lässt oder sich in einem gemachten Nest niederlässt. Droht ihm das gleiche Schicksal, dass Cassiel ereilt hat? (mehr …)

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Verlag: Fischer FJB
Seiten: 352
ISBN: 978-3-8414-2133-3

Shelley und ihre Mutter sind wie kleine Mäuse: friedlich, schüchtern und immer unterlegen.

Shelley wird in der Schule aufs Übelste gemobbt; es geht sogar so weit, dass ihr Gesicht angezündet wird. Ihre Mutter hat immer größeren Stress sowohl in der Arbeit als auch im Privatleben, bis sie sich von ihrem fremdgegangenen Mann trennt.

Beide huschen von einem Versteck zum nächsten und so kommt es, dass die beiden in ein abgelegenes Haus auf dem Land ziehen und Shelley zu Hause unterrichtet wird, damit sie endlich ihren Frieden bekommen. Das gelingt ihnen auch in den ersten Wochen und die Wunden ihrer schrecklichen Erlebnisse beginnen langsam zu heilen.

Doch auch hier will ihnen die Ruhe nicht gegönnt sein, denn in der Nacht zu Shelleys 16. Geburtstag bricht ein fremder Mann in ihr Haus ein und verlangt Geld – Geld, dass ihre Mutter sich mühsam von ihrem sehr ungerechten kümmerlichen Gehalt zusammengespart hat.

Durch diesen Einbruch steigt Shelley jetzt endgültig alles über den Kopf und sie verliert völlig die Fassung. Sie spielt nicht mehr mit ihrer Opferrolle mit, sondern wird zum Täter – einer Tat, die sie sich niemals zugetraut hätte: Mord… (mehr …)

„Man kann nicht einfach immer weiter Prügel austeilen!, antworte ich. „Dann ist man selbst nicht besser als die.“
Es ist mir egal, ob ich scheinheilig oder feige bin. Tony hat eine härtere Strafe verdient als Sommerferien im Schatten der Gefängnismauern, aber deshalb ist es noch lange nicht in Ordnung, dass er womöglich mit dem IQ eines Zirkusponys aus dem Koma erwacht.“

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Verlag: Kosmos
Seiten: 240
ISBN: 978-3-440-13059-9

Mit „Spieglein, Spieglein an der Wand“ wird die zweite Halbzeit der sechsteiligen Disconnected-Serie begonnen und diesmal ist wieder die Autorin Ina Bruhn mit ihrer Hauptfigur Mateus am Start.

Durch seinen schwulen Klassenkameraden Rasmus lernt Mateus Juliane kennen und verliebt sich in sie. Obwohl der Rest der Welt scheinbar schon lange Bescheid weiß, merkt Mateus es mal wieder als letzter, dass Juliane eher auf Mädchen als auf Jungs steht. Doch Mateus will nicht aufgeben und versucht, Juliane doch noch „umzudrehen“. Wird er dabei Erfolg haben?

Gemeinsam mit Juliane und Rasmus geht Mateus auf Partys und taucht dabei in die Kopenhagener Schwulen-Szene ein. Dort erfährt er etwas über seinen verschwundenen Freund Jonathan, das bei ihm viele Fragen aufwirft. Hat er seinen Freund jemals überhaupt richtig gekannt? Kann es wirklich sein, dass Jonathan homosexuell war oder hat er eigentlich nur in der Szene recherchiert? Mateus weiß nicht, was er überhaupt noch glauben kann.

Gleichzeitig wird er mit dem Hass und der Gewalt konfrontiert, die vielen Homosexuellen in der Stadt entgegenschlägt. Er kann selbst nur mit knapper Not einer Schlägerattacke entgehen, die seinen schwulen Freunden und Bekannten galt. Einer seiner Freunde wird dabei schwer verletzt, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Da formiert sich in der Szene eine Rächertruppe, die die Schwulenhasser aufspürt und ihrerseits krankenhausreif schlägt. Anfangs äußert Mateus noch gewisses Verständnis, doch schnell merkt er, dass mit dieser Form der Selbstjustiz die Rächer kein bisschen besser sind als die ursprünglichen Täter. Mit dieser Einstellung macht er sich nicht unbedingt beliebt … (mehr …)

„Die Polizei?“ Majse lehnt ihre Stirn gegen die angezogenen Knie, schüttelt den Kopf. „Nein, nein – das geht nicht.“
„Wie meinst du das?“
„Ich meine es so, wie ich es sage. Es geht nicht. Sie sollen das nicht wissen. Ich stehe das nicht durch, wenn alle von dieser Sache erfahren. Meine Mutter, die Leute in der Schule …“

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Verlag: Kosmos
Seiten: 160
ISBN: 978-3-440-13074-2

Schon ein Jahr ist jetzt seit Jonathans Verschwinden vergangen. Außer Liv glaubt von den Freunden niemand mehr wirklich daran, dass er noch leben könnte. Trotzdem machen sie sich nach einem vagen Hinweis in Griechenland auf die Suche nach ihm – erfolglos.

Mittlerweile ist das Rätsel um Jonathan nicht mehr das bestimmende Thema in der Serie, sondern mehr ein roter Faden. In diesem dritten Teil der Disconnected-Reihe ist Liv die Person, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.

Majse ist die Neue in Livs Klasse. Obwohl die beiden Mädchen eigentlich sehr unterschiedlich sind, finden sie schnell einen super Draht zueinander und ziehen fast jeden Abend gemeinsam durch die Bars. Darunter leiden natürlich Livs bis dahin sehr gute Schulnoten und der Ärger mit ihren Eltern ist vorprogrammiert. Der abendliche Spaß nimmt ein plötzliches Ende, als Majse auf einer Party etwas sehr Schlimmes passiert. Liv weiß nicht, wie sie ihrer Freundin helfen soll und macht sich deshalb auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter. Dabei begibt sie sich selbst in große Gefahr … (mehr …)

I’d always had a knack for pretending.
Now it was getting harder to remember which part of myself I’d disguised. Which parts were real? And which were fake?

One incident changed seventeen-year-old Aaron Foster’s life from bad to even worse. The incident took place a few weeks into his senior year, a short time after his father’s death. Aaron was speeding around with Hailey, his fourteen-year-old sister, going a bit over the limit and finally ran a light. A few seconds later: siren and a police control. Doesn’t sound sooo bad, does it? Well, the police found a bag of weed in his car and THAT made it bad. Aaron only had one choice: go to jail or turn undercover narc to find the alpha dog, the shot caller at Miami’s palm Hammock High School.

Now, Aaron is forced to turn his social life upside down. Actually, he has never been good at getting close to people, he is rather a loner, obsessed with video games and street magic – someone with no social life, a non-entity. In his new life he has to do these things: make new friends – the right ones; go to parties – the cool ones and report all information to the police.

Aaron indeed manages to get close to the school’s biggest players, makes friends and even falls in love. With a big party planned on Halloween Eve in the Glades, Aaron realizes that he is caught in the crossfire between his new friends, family and the police breathing down his neck.

No matter what he does, he will probably lose a lot… (mehr …)

Animal liberation is a fierce struggle that demands total commitment. There will be injuries and possible deaths on both sides. That is sad but certain.
(Ronnie Lee, Gründer der Animal Liberation Front)

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Verlag: Kosmos
Seiten: 176
ISBN: 978-3-440-13055-1

„…dann fressen ihn die Raben“ ist der zweite Teil der sechs-bändigen Disconnected-Serie aus dem KosmosVerlag, zu der die drei Autoren Ina Bruhn, David Meinke und Carolin Ørsum jeweils zwei Titel zusteuern.

Nachdem im ersten Teil „…da war’n es nur noch drei“ von Ina Bruhn Mateus die Hauptfigur der Geschichte um ihn und seine Freunde Jonathan, Nick und Liv war, erzählt diesmal der Autor David Meinke aus der Sicht von Nick.

Es sind schon mehrere Monate nach dem plötzlichen Verschwinden von Jonathan vergangen und immer noch gibt es keine Spur von ihm. Anfangs haben seine Freunde noch in der ganzen Stadt Suchplakate aufgehängt, um Jonathan wiederzufinden, doch so langsam verlieren sie die Zuversicht, dass Jonathan noch leben könnte. Mittlerweile ist fast wieder so etwas wie Alltag eingekehrt und auch wenn Nick es sich nicht eingestehen will, bemerkt er, dass er dabei ist, sich in Liv zu verlieben. Dabei muss sie doch für ihn tabu sein, denn schließlich ist sie die Ex von Jonathan.

Um sich abzulenken, zieht er mit anderen Mädels los, unter anderem mit Mira, die er kennenlernt, als er wieder einmal genervt vor dem superspießigen Lebensgefährten seiner Mutter flieht. Mira gehört zu einer Gruppe Tierschutzaktivisten, den Global Monkeys, die gefährliche Aktionen planen, um die Bevölkerung aufzurütteln. (mehr …)

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Verlag: Chickenhouse
Seiten: 368

Paisley und Beau sind die Wunderzwillinge. Als sie sechs Jahre alt sind, finden sie ihre Mutter leblos auf dem Boden und machen sich auf der Suche nach Hilfe auf den Weg zum Golfclub, um ihren Vater zu finden. Doch dort kommen sie nie an, sondern verirren sich im Wald. Erst nach drei Tagen werden sie gefunden, etwas hungrig und schmutzig, aber ansonsten unversehrt. Die Mutter ist tot und ihr Vater hat in der Zwischenzeit einen Raubüberfall begangen, für den er über zehn Jahre ins Gefängnis wandern soll. Paisley und Beau werden in die Obhut ihrer Großmutter gesteckt, einer mäßig erfolgreichen, botoxgetunten ehemaligen Soapdarstellerin. Die Großmutter sorgt dafür, dass die Zwillinge daraufhin durch die Medien gejagt werden, die die Kinder und ihre schlimme Geschichte bewundern und bedauern. Positiver Nebeneffekt besonders für die Großmutter: es kommt viel Geld dabei zusammen, das zwar für die Kinder in einem Treuhandkonto angelegt werden soll, an dem sie sich aber trotzdem fleißig bedient.

Nach einer Weile spielen die Zwillinge dieses Spiel nicht mehr mit. Insbesondere die aufmüpfige Paisley, die ihrem braven und stillen Bruder in dieser Hinsicht gar nicht ähnelt, macht ihrer Großmutter einen Strich durch die Rechnung. Daraufhin trennt die Großmutter kurzerhand die Zwillinge und schickt Paisley auf eine weit entfernte Schule in der Hoffnung, dass diese keinen schlechten Einfluss mehr auf Beau nehmen kann.

Bis zu ihrem sechzehnten Lebensjahr muss Paisley häufig die Schule wechseln, da sie immer wieder wegen ihrer Frechheit und Aggression auffällt. Auch von den Schulpsychologen lässt sie sich nicht helfen. Immer noch hat sie nicht die Hoffnung aufgegeben, dass sie irgendwann mit ihrem Bruder und ihrem geliebten Vater zusammen leben kann. Doch von ihrem Vater haben die Zwillinge seit seiner Verhaftung nichts mehr gehört. Erst als Beau durch einen Zufall herausfindet, dass die Großmutter alle Briefe des Vaters in den vergangenen Jahren abgefangen hat und ihr Vater scheinbar mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen wurde, entschließen sich die Zwillinge, sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. (mehr …)