Archiv für die Kategorie ‘Drogen’

„Wir wollten nirgends sein als hier, in dieser merkwürdigen verlassenen Fabrik, in diesem Gebäude, das seit Jahren wohl niemand betreten hatte und das sich über unseren Besuch gewiss wunderte, wenn nicht sogar insgeheim freute. So seltsam es klingen mag, das Gebäude schien unsere tastenden Schritte, unsere neugierigen Blicke zu erwidern.“
Lennart in Lost Places von Johannes Groschupf

Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart sind Urban Explorer – fünf befreundete Jugendliche, die in ihren Sommerferien durch das nächtliche Berlin streifen auf der Suche nach sogenannten Lost Places. Diese „vergessenen Orte“ sind aufgegebene Industrieanlagen, stillgelegte Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude oder einfach nur leer stehende Wohnhäuser. Um dem Alltag zu entfliehen, genießen sie den verbotenen Grusel, die Stille und die Geheimnisse der verfallenden Gebäude.

Der Grusel wird sehr real, als die Freunde bei einem ihrer nächtlichen Streifzüge zunächst eine Leiche und dann noch ein prall gefülltes Drogenpaket entdecken. Schon bald ahnen sie, dass sie auf Verstecke und Treffpunkte der Motorradgang Bandidos gestoßen sind und die Gangmitglieder nicht begeistert sein dürften, dass die Freunde ihnen einige Geschäfte vermasselt haben. Die nächtlichen Entdeckungstouren werden immer gefährlicher … (mehr …)

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„Was auch immer ich in den vergangenen zwei Jahren – vielleicht sogar mein ganzes Leben lang – berührt hatte, war zu Scheiße geworden. Ich war ein beschissener König Midas.“
Nick in „Alles Böse mir vergib“ von David Meinke

Mit „Alles Böse mir vergib“ läutet David Meinke die Endphase der sechsbändigen Disconnected-Serie ein. Jetzt fehlt nur noch ein Band, um die Geschichte um Nick, Matheus und Liv und ihren verschwundenen Freund Jonathan zu Ende zu bringen. Wie schon im zweiten Teil „… dann fressen ihn die Raben“ erzählt Autor David Meinke aus der Perspektive von Nick.

Mittlerweile sind schon über zwei Jahre seit Jonathans Verschwinden vergangen und es gibt noch immer keine heiße Spur. Nur sporadische Facebook-Nachrichten von Ikarus, von dem aber niemand weiß, wer das eigentlich ist, geben einen Funken Hoffnung, dass Jonathan noch lebt und einfach irgendwo untergetaucht sein könnte.

Nick ist zunehmend völlig von der Rolle. Obwohl der Schulabschluss in greifbarer Nähe ist, schwänzt er fast täglich den Unterricht und ihm droht der Schulverweis. Seine Freunde haben kaum Zeit für ihn, weil sie entweder rund um die Uhr lernen oder sich wie Matheus frisch verliebt haben. Nick passt das nicht, aber er sieht einfach zu, wie sie sich immer weiter voneinander entfernen. Schlimmer noch, er resigniert, weil er spürt, dass ihm das alles immer öfter auch egal ist.

Ohne jeden Rückhalt von seinen Freunden oder der Familie gerät Nick immer stärker in den Sog von Alkohol und Drogen. Er probiert so ziemlich alles aus, was ihm ihn die Finger gerät ohne Rücksicht auf die Folgen für sich und andere. Selbst als ihm angeboten wird, auf einem Festival Drogen zu verkaufen, zuckt er nicht zurück, sondern greift einfach zu. Das bleibt aber nicht ohne Folgen. (mehr …)

Der siebzehnjährige Kris lebt nach dem Unfalltod seiner Eltern gemeinsam mit seiner erwachsenen Schwester Aki auf einem Hausboot auf einem Kanal am Stadtrand von Berlin. Die beiden Geschwister verstehen sich sehr gut, denn Aki ist eine sehr lebenslustige, manchmal schon draufgängerische, coole große Schwester, die es weitgehend problemlos schafft, für sich und Kris zu sorgen.

Als Kris von einer Klassenfahrt zurückkommt, ist er daher sehr überrascht, dass das Hausboot ziemlich verwahrlost aussieht und Aki nur noch ein Schatten ihrer selbst ist: mürrisch, lustlos, schon fast lethargisch. Was ist nur auf einmal mit Aki los? Die Sorgen werden für Kris noch viel größer, als er zunächst auf dem Boot Überwachungskameras entdeckt und die Geschwister dann auch noch überfallen werden. Kris kann fliehen, doch Aki wird entführt und verschwindet spurlos. Verzweifelt schaltet Kris die Polizei ein, doch dort glaubt man seine Geschichte nicht. Zum Glück kann er sich auf seine Freunde Jon und Val verlassen, die ihm nicht nur einen Unterschlupf bieten, sondern ihn auch bei der Suche nach Aki unterstützen.

Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf Hinweise, die auf illegale Medikamententests eines zwielichtigen Pharmakonzerns schließen lassen. Wird Aki womöglich von diesen Verbrechern gefangen gehalten und vergiftet? Können Sie Aki noch retten und wird sie jemals wieder so sein, wie sie früher war? (mehr …)

„Die Polizei?“ Majse lehnt ihre Stirn gegen die angezogenen Knie, schüttelt den Kopf. „Nein, nein – das geht nicht.“
„Wie meinst du das?“
„Ich meine es so, wie ich es sage. Es geht nicht. Sie sollen das nicht wissen. Ich stehe das nicht durch, wenn alle von dieser Sache erfahren. Meine Mutter, die Leute in der Schule …“

Cover

Verlag: Kosmos
Seiten: 160
ISBN: 978-3-440-13074-2

Schon ein Jahr ist jetzt seit Jonathans Verschwinden vergangen. Außer Liv glaubt von den Freunden niemand mehr wirklich daran, dass er noch leben könnte. Trotzdem machen sie sich nach einem vagen Hinweis in Griechenland auf die Suche nach ihm – erfolglos.

Mittlerweile ist das Rätsel um Jonathan nicht mehr das bestimmende Thema in der Serie, sondern mehr ein roter Faden. In diesem dritten Teil der Disconnected-Reihe ist Liv die Person, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.

Majse ist die Neue in Livs Klasse. Obwohl die beiden Mädchen eigentlich sehr unterschiedlich sind, finden sie schnell einen super Draht zueinander und ziehen fast jeden Abend gemeinsam durch die Bars. Darunter leiden natürlich Livs bis dahin sehr gute Schulnoten und der Ärger mit ihren Eltern ist vorprogrammiert. Der abendliche Spaß nimmt ein plötzliches Ende, als Majse auf einer Party etwas sehr Schlimmes passiert. Liv weiß nicht, wie sie ihrer Freundin helfen soll und macht sich deshalb auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter. Dabei begibt sie sich selbst in große Gefahr … (mehr …)

I’d always had a knack for pretending.
Now it was getting harder to remember which part of myself I’d disguised. Which parts were real? And which were fake?

One incident changed seventeen-year-old Aaron Foster’s life from bad to even worse. The incident took place a few weeks into his senior year, a short time after his father’s death. Aaron was speeding around with Hailey, his fourteen-year-old sister, going a bit over the limit and finally ran a light. A few seconds later: siren and a police control. Doesn’t sound sooo bad, does it? Well, the police found a bag of weed in his car and THAT made it bad. Aaron only had one choice: go to jail or turn undercover narc to find the alpha dog, the shot caller at Miami’s palm Hammock High School.

Now, Aaron is forced to turn his social life upside down. Actually, he has never been good at getting close to people, he is rather a loner, obsessed with video games and street magic – someone with no social life, a non-entity. In his new life he has to do these things: make new friends – the right ones; go to parties – the cool ones and report all information to the police.

Aaron indeed manages to get close to the school’s biggest players, makes friends and even falls in love. With a big party planned on Halloween Eve in the Glades, Aaron realizes that he is caught in the crossfire between his new friends, family and the police breathing down his neck.

No matter what he does, he will probably lose a lot… (mehr …)