Archiv für die Kategorie ‘Andere Länder’

Mothers from problem families should feel ‚ashamed‘. They are damaging society and should stop getting pregnant, according to a senior government adviser. Louise Casey […] has said it is time for the state to intervene.
From Sky News, 2012

England in the not-too-distant future: Britain’s economy and society are devastated. The government has to strive against inflation, unemployment, dramatic economic downturn and a gigantic incidence of crime. Desperate times call for desperate measures and the authorities need to find a scapegoat for this crisis. Overpopulation is chosen to be the reason to all this mess, consequently the new Snip Bill is passed. A bill that legalizes the forced sterilisation of all school leavers without secure further education plans, guaranteed employment or a wealthy sponsor. On top of this all social security benefits are cut down, no more free education, free health and dental care or free school meals.

Of course the underprivileged teens are not willing to give up their human rights, their right to keep their bodies unharmed, to plan their future. It is time for them to take to the streets – it’s time to riot. Tia, a young hacker, is in the middle of the riots. She fights against the government’s plans although she belongs to the privileged teens, although she is the daughter of a high-ranked government member. Soon, Tia is hunted like a terrorist but it is too late for her to back down. (mehr …)

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Im zweiten Teil“Der Thul“ von Marita Sydow Hamanns Fantasy-Trilogie „Die Erben der Alten Zeit“ taucht der Leser wieder in die fantastische Welt von Godheim ein und begleitet dabei die Hauptfigur Charlie. Das Mädchen hat bis zu ihrem 14. Lebensjahr auf der Erde gelebt und ist dann mit Hilfe eines Amuletts durch ein Nebeltor in einer anderen Welt gelandet, einer Welt, in der Fabeltiere und Magie, aber auch Grausamkeit und Verfolgung zum Alltag gehören. Oden, der bösartige Herrscher über den Planeten, hat Charlie ihr magisches Amulett abgenommen und den Befehl gegeben, sie zu töten, doch mit viel Glück und der Hilfe von magischen Beschützern überlebt sie den Angriff und kann untertauchen. Ohne das Amulett kann sie jedoch auch nicht zurück zu Erde und muss mit Entsetzen erfahren, dass Oden selbst das Amulett für Reisen auf die Erde nutzt und dort mit Magie Naturkatastrophen mit dramatischen Folgen verursacht.

Auch wenn eine alte Prophezeiung anscheinend vorhersagt, dass Charlie der Schlüssel sei für die Rettung der Welten vor dem bösen Magier, hat das Mädchen keine Ahnung, wie sie das schaffen soll. Mithilfe von alten und neuen Freunden und Verbündeten muss sie ihre eigenen neu entdeckten magischen Fähigkeiten ausbauen und so einen Weg finden, Oden zu stoppen. Kann der Thul, ein Geschichtenerzähler mit dem Wissen aus vielen Generationen, ihr dabei behilflich sein? (mehr …)

John Dixons Phoenix Island erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Waisen Carl Freeman, einem preisgekrönten Boxer mit einem ziemlich explosiven Temperament. In Erinnerung an seinen verstorbenen Vater, einem ehemals respektierten Polizeibeamten, setzt Carl sich für die Schwachen in der Gesellschaft ein. Ganz anders als sein Vater übertritt er dabei jedoch mehr als einmal die Grenzen des Erlaubten. Carl kann es nicht ertragen zuzusehen, wenn Mobbingopfer gequält werden. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob er das Opfer überhaupt kennt, die Gegner körperlich oder zahlenmäßig überlegen sein könnten oder derjenige, der schikaniert, eine Amtsperson ist: Carl schlägt zu, ohne zu überlegen, welche Konsequenzen das für ihn haben könnte. Daraus folgen natürlich zahlreiche Strafen und er wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht, bis ein Richter die einzige Chance zur Besserung für Carl darin sieht, ihn nach Phoenix Island zu schicken, einem Jugendstraflager auf einer Insel vor der Küste der USA.

Bis zu seinem 18. Geburtstag soll Carl auf dieser Insel beweisen, dass er sich bessern will, doch schnell muss er entdecken, dass die Chancen, dass er diesen Tag überhaupt erleben wird, schlecht stehen. Phoenix Island ist ein privates Straflager, auf dem US-Gesetze Schall und Rauch sind. Schikanen, Grausamkeiten und Folter sind an der Tagesordnung und niemand kann den Jugendlichen helfen, denn jeglicher Kontakt aufs Festland ist verboten und eine Flucht ist unmöglich. Die Insel birgt jedoch noch ein weiteres tödliches Geheimnis und Carl gerät schon bald in den Fokus des Interesses. Hat er überhaupt ein Chance, die Insel jemals lebend zu verlassen? (mehr …)

Verweile nicht in der Vergangenheit.
Plündere sie.
Onkels Leitspruch der Woche aus DIE TIME CATCHER von Richard Ungar

Der 13jährige Caleb ist ein Meisterdieb. Egal ob er von dem Boss der Firma „Edles für die Ewigkeit“ mit dem Diebstahl einer Ming-Vase, Elvis Originalgitarre, den Kronjuwelen oder dem ersten Foto der Welt beauftragt wird – kein Coup scheint ihm zu gewagt. Doch Caleb klaut die Artefakte nicht etwa aus irgendwelchen Hochsicherheitstrakten der größten Museen seiner Gegenwart, dem Jahr 2060. Nein, er reist bei so genannten Catches gemeinsam mit seiner besten Freundin Abbie in die jeweilige Vergangenheit der wertvollen Gegenstände noch bevor sie so wertvoll geworden sind und tauscht sie gegen Duplikate aus.

Diese Zeitreisen mit den Beutezügen machen Caleb Spaß, besonders weil Abbie immer dabei ist, die zunehmend mehr für ihn bedeutet als nur eine gute Freundin. Gemeinsam erleben sie große historische Momente mit, erleben viel Lustiges und großen Nervenkitzel. Was will man mehr als so ein scheinbar perfektes Leben? Caleb gerät jedoch immer mehr ins Grübeln. Er ist traurig, dass er als Teil der Firma „Edles für die Ewigkeit“ keine echte Familie, keine Eltern oder wirklichen Geschwister hat. Onkel, der Boss der Firma und gleichzeitig so etwas wie ein Ersatzvater für die jugendlichen Diebe, wird zunehmend skrupellos, größenwahnsinnig und immer brutaler gegenüber seinen Schützlingen. Und auch unter den Jugendlichen kann man nicht von geschwisterlicher Zuneigung sprechen, da jeder zusehen muss, dass er die erfolgreichsten Diebeszüge macht, um nicht von Onkel grausam bestraft zu werden.

Mario ist Calebs größter Konkurrent. Er sabotiert nach Möglichkeit alles was Caleb wichtig ist, seine Catches, seine Freundschaft zu Abbie und sogar die Träume von einer richtigen Familie. Was muss Caleb alles riskieren, um ein glückliches und sicheres Leben führen zu können? (mehr …)

10 ist vollkommenes Glück. 1 ist Wut, die töten könnte, oder so tiefer Kummer, dass man sich nicht mehr bewegen kann. Nur für den Fall, dass nach dem Slating noch irgendwelche gewalttätigen Impulse übrig sind, wird man, wenn man unter 2 sinkt, mehr als ausgeschaltet.
Aus: GELÖSCHT von Teri Terry

England, Mitte des 21. Jahrhunderts – nach zahlreichen Terroranschlägen hat die englische Regierung die Grenzen dicht gemacht und verfolgt Verbrecher erbarmungslos.

Um den besonders unter Jugendliche verbreiteten Terrorismus zu bekämpfen, werden alle unter 16jährigen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, geslatet. Das heißt, sie werden nicht ins Gefängnis gesteckt oder zum Tode verurteilt, sondern „rehabilitiert“, indem ihr Gehirn so manipuliert wird, dass sämtliche Erinnerungen und ihre Persönlichkeit gelöscht werden. Ein so genanntes Levo misst und steuert danach über einen Chip im Gehirn nach der OP sämtliche Emotionen. Wer zu extrem negative Emotionen hat, wird per Steuerimpuls ausgeknockt oder sogar getötet. In monatelangen Krankenhausaufenthalten werden die Jugendlichen nach dem Slating wieder lebensfähig gemacht und danach mit einer neuen Identität in fremden Familien untergebracht. So soll ihnen eine Chance für einen Neustart ins Leben gegeben werden.

Die sechzehnjährige Kyla hat ein solches Slating hinter sich und wohnt bei ihrer neuen Familie. Auch ihre neue Schwester Amy und einige ihrer Schulkameraden sind Slater und helfen Kyla, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Schon bald merkt das Mädchen jedoch, dass sie sich von den anderen Slatern unterscheidet. Flashbacks und Albträume geben Kyla immer wieder Hinweise auf ihre Vergangenheit und auch ihre Emotionskontrolle scheint anders als bei ihren Schicksalsgenossen zu funktionieren. Dadurch neugierig gemacht, fängt Kyla an, Nachforschungen über ihre Identität anzustellen und bringt sich und möglicherweise auch andere damit in große Gefahr. (mehr …)

Die 17jährige Ember lebt in den Vereinigten Staaten der Zukunft. Nach Kriegen und Aufständen wird Amerika von einer totalitären Regierung beherrscht, deren harte und extrem konservative Gesetze von der grausamen und fanatischen so genannten Moralmiliz durchgesetzt werden. Wer gegen einen der fünf Artikel der Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika verstößt, wird verhaftet und womöglich sogar mit dem Tode bestraft.

Ember versucht gemeinsam mit ihrer Mutter ein möglichst unauffälliges Leben zu führen, um nicht in den Focus der Miliz zu geraten. Trotz aller Schutzmaßnahmen werden die beiden aber dennoch festgenommen, denn ihnen werden gleich mehrere Verstöße gegen die Moralstatuten vorgeworfen. Ihr „Verbrechen“: Embers Mutter ist alleinerziehend und verstößt damit gegen Artikel 3 der Moralstatuten, der besagt, dass eine vollständige Familie aus einem Mann, einer Frau und mindestens einem Kind bestehen müsse. Damit ist automatisch auch Ember eine „Verbrecherin“, denn gemäß Artikel 5 wird nur als vollwertiger Staatsbürger anerkannt, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt.

Ember und ihre Mutter werden bei der Verhaftung getrennt und Ember wird in eine Resozialisierungsanstalt für Mädchen gesteckt, in der Hass, Gewalt und Willkür der fanatischen Vertreter der Moralmiliz den Mädchen das Leben zu Hölle machen. Für Ember gibt es nur ein Ziel. Sie muss um jeden Preis aus der Anstalt flüchten, um ihre Mutter wieder zu finden und zu retten. Dabei muss sie jedoch die Hilfe von Menschen in Anspruch nehmen, die anscheinend auf der feindlichen Seite stehen. Kein Wunder, dass es ihr nicht leicht fällt, Vertrauen zu fassen, doch ihr bleibt keine Wahl, wenn sie nicht nur um ihr eigenes, sondern auch um das Überleben ihrer Mutter kämpfen will. (mehr …)

Fragments ist der zweite Teil von Dan Wells dystopischer Partials-Serie. Die sechzehnjährige Kira Walker hat ein Gegenmittel gegen das RM-Virus gefunden, das bislang alle neugeborenen Babys innerhalb von drei Tagen sterben ließ. Somit bleibt Hoffnung, dass die Menschheit nicht in wenigen Jahren ausgelöscht sein wird. Trotz oder vielleicht auch wegen ihres Fundes ist der Kampf um das Überleben der Menschen aber auch der Partials jetzt erst richtig entbrannt.

Kira verlässt heimlich ihre Heimat, um herauszufinden, wer sie selbst eigentlich ist und wer ihre Eltern waren. Sie kann nicht glauben, dass es ein Zufall ist, dass die Partials das Heilmittel gegen RM in ihrem Blut tragen, sondern vermutet eher, dass es möglicherweise Teil eines großen Plans ist.

Wie sehr sie damit recht hat und wie gigantisch und weitreichend dieser Plan tatsächlich ist, erfährt Kira auf ihrer gefährlichen Reise quer durch die verseuchten und verwüsteten Landschaften der postapokalyptischen USA. Begleitet wird sie bei ihrer Suche nach Antworten von den Partials Samm und Heron sowie von dem Menschen Afa Demoux. Diesen Mann haben Kira und die Partials auf ihrer Reise völlig verwirrt aufgegabelt. Da er früher scheinbar ein leitender Angestellter von ParaGen, dem Unternehmen, das für das „Design“ der Partials verantwortlich war, gewesen ist, nehmen die drei ihn mit, in der Hoffnung, dass er ihnen helfen kann, Antworten zu finden über das Geheimnis der Partials und RM. Schaffen sie es, die Verschwörung aufzudecken und damit nicht nur die Menschheit zu retten? (mehr …)

Burton, Spitzname Butterball, gehört nicht gerade zu den beliebten Kids an seiner Schule in einem New Yorker Vorort: er ist ziemlich dick und einer von wenigen Afroamerikanern, kurz gesagt ein totaler Außenseiter. Er hasst aber nicht nur seinen Schulalltag, sondern auch seine kaputte Familie. Dadurch ist er so frustriert, dass er eines Tages einfach ausrastet. Ein Mitschüler, von dem er glaubt, dass dieser schlecht über ihn geredet haben könnte, wird von ihm brutal zusammengeschlagen. Der Rest der Schule ist total geschockt. Aber Butterball ist trotzdem zufrieden mit sich, denn fast macht es den Eindruck, als ob ihm jetzt mehr Leute mit Respekt begegnen würden. Nur knapp entgeht Butterball einem Schulverweis, muss dafür jetzt aber regelmäßig zu einer Gesprächstherapie gehen, worüber er natürlich überhaupt nicht begeistert ist. So ist es kein Wunder, dass er die Therapeutin kaum an sich heranlässt und ihr womöglich etwas über seine Probleme erzählt. Schließlich hatte er gute Gründe für seine Tat – oder etwa nicht?! (mehr …)

– und doch bricht es dir das Herz, wenn du die Tausende siehst, um die sich niemand kümmert. Du schaust auf die Müllberge und die Kinder dort oben, die aussehen wie weiterer Müll, und es befällt dich leicht der Gedanke, dass das, was du in einer Schule wie dieser erreichst, absolut keine Folgen hat und niemandem hilft.
Pater Juilliard, Leiter einer Missionsschule an der Müllhalde Behala nahe Manila
in TRASH von Andy Mulligan

Raphael, Gardo und Ratte sind Mülljungs. Unter erbärmlichen Bedingungen leben sie wie mehrere Tausend weitere Menschen auf der Müllhalde Behala am Rand von Manila auf den Philippinen.

Von morgens bis abends arbeiten die Kinder in Verwesungsgestank und giftigem Qualm von verbrennendem Müll und durchforsten die Abfälle nach Wertstoffen, die sie verkaufen können. Die kläglichen Einkünfte reichen gerade, um sich ein bisschen Nahrung zu kaufen. Alle drei können von einer besseren Zukunft nicht einmal träumen, bis Raphael eines Tages einen sensationellen Fund macht. Er entdeckt eine Tasche, die nicht nur eine Menge Bargeld enthält, sondern auch einen Schlüssel, der anscheinend zu einem Schließfach gehört. Die Freude über den Fund währt nicht lang, denn schon kurze Zeit später fallen ganze Hundertschaften von Polizisten wie Heuschrecken auf der Müllhalde ein. Sie suchen, wenn das mal kein Zufall ist, nach einer Ledertasche, die scheinbar sehr wichtig ist. Auf den Fund dieser Tasche ist eine hohe Prämie ausgesetzt, doch Raphael und seine Freunde halten dicht und verraten nicht, dass sie die Tasche bereits entdeckt haben. Neugierig geworden, was denn so Wichtiges hinter der Tasche steckt, machen sie sich auf die Suche nach dem Schließfach. Dabei kommt ihnen jedoch die Polizei auf die Spur und verfolgt sie erbarmungslos. Mittlerweile ist es zu spät, aus diesem Abenteuer auszusteigen und für die drei Jungs bleibt nur noch die Flucht mit der Hoffnung auf ein besseres Leben oder die Angst, von der Polizei gefasst und möglicherweise getötet zu werden. War ihr Alltag im geregelten Elend möglicherweise doch besser als das Leben auf der Flucht? (mehr …)

Es fühlt sich seltsam an, […]. Daß man immer nur das erlebt, was man selbst erlebt, aber daß überall sonst auch etwas stattfindet.
Jens in SCHNECKENMÜHLE von Jochen Schmidt

Sommer 1989 in der DDR – der 14jährige Jens fährt wie jeden Sommer seit seinem sechsten Lebensjahr in das Ferienlager Schneckenmühle in Sachsen. Dieser Aufenthalt wird für ihn ein besonderer sein, denn diesmal gehört er zu den Großen, die zum letzten mal dabei sein dürfen.

Vor der Fahrt denkt er noch mit gemischten Gefühlen an die Fahrt, erinnert sich an gute aber auch an unschöne Ereignisse aus den vergangenen Ferienlagern. Schon bald lebt er sich jedoch sehr gut in Schneckenmühle ein und verbringt die Tage mit spielen, wandern, quatschen und Blödsinn machen. Und dann ist da noch die Sache mit den Mädchen, an die er sich irgendwie nicht so richtig herantraut… (mehr …)