Archiv für die Kategorie ‘2 Sterne – Muss man nicht unbedingt lesen’

Cover

Verlag: Loewe
Seiten: 200

Bewegliche Ziele beschreibt in ständig wechselnden Perspektiven und jeweils kurzen Abschnitten das Leben der fünf oberflächlich miteinander befreundeten Jugendlichen Sarah, Momo, Jenny, Ette und Ticker, die irgendwo in Deutschland leben. So kurz wie die Abschnitte sind, oft kaum mehr als eine halbe Seite, so kurz werden auch immer der Alltag und die jeweiligen Probleme der Jugendlichen angerissen: Stress mit den Eltern, Alkohol, Drogen, Liebe, Freundschaft, Gewichtsprobleme, Schule, Berufswahl, stressige Hobbys, usw.

Auch das eigentliche Drama in dieser Geschichte, die Vergewaltigung eines der Mädchen, weil sie die beiden Jungs vermeintlich nicht richtig beachtet haben soll, wird nur undeutlich angerissen und man versteht erst im späteren Verlauf des Buchs, was eigentlich passiert ist. Momo muss in die Klinik, um physische und psychische Wunden verheilen zu lassen, während Ette und Ticker für ihre Tat ins Gefängnis wandern. Aber nicht nur die direkt Beteiligten müssen mit diesem brutalen Vorfall und dessen Konsequenzen fertig werden.

Mich hat dieses Buch trotz des brisanten Themas kaum angesprochen, da die einzelnen Charaktere für mich viel zu oberflächlich beschrieben sind. Emotionalen Momenten wie dem Tod des Opas, der Vergewaltigung oder dem Ritzen wird der gleiche zeitliche Raum eingeräumt wie belanglosen Gedanken zum Beispiel über Klamotten.

Auch wenn (zu?) viele Jugendthemen behandelt werden, kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen. Schade 😦

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Enis, im Internet auch bekannt als Enigma, ist ein Computerfreak, der fast jeden Tag im Computerladen seines Onkels Tarkan abhängt und dort in Hackerforen herumsurft. Als er eines Tages wieder einmal in einem Hacker-Chat eingeloggt ist, lässt er sich in eine Falle locken. Angesprochen durch codierte Kommentare klickt er auf einen Link – mit fatalen Folgen: hinter diesem Link verbirgt sich das VX-Computervirus, das nicht nur Onkel Tarkans Rechner lahmlegt, sondern auch sämtliche Computer seiner Kunden. Onkel Tarkan ist natürlich sauer und erteilt Enis PC-Verbot, doch dieser hat natürlich ein schlechtes Gewissen und will alles wieder gut machen. Gemeinsam mit seinem Freund Mülli macht er sich auf die Suche nach dem Binhexer und muss sich dafür sogar in den großen Technikkonzern Immens AG einschleusen lassen.

Das Buch hat zum Glück nur 120 Seiten, denn trotz der interessanten Idee hat mir die Umsetzung nicht gut gefallen. Der Erzählfluss wird durch zu viele Erklärungen der Computerbegriffe gestört, die man auch im Glossar am Ende hätte nachschlagen können. Außer Enis und Onkel Tarkan sind alle blöd und haben keine Ahnung von PCs und Enis spaziert natürlich problemlos in einen Großkonzern hinein und mischt dort die Geheimabteilungen auf. Spannung kam meiner Meinung nach nicht auf, weil trotz Enis Anfängerfehler, der das ganze Chaos verursacht hat, er danach irgendwie problemlos jede Schwierigkeit meistert. Die Altersempfehlung des Verlags ab 12 finde ich nicht so passend. Vielleicht ist das Buch für jüngere Leser spannender. Für die eigentlich gute Idee vergebe ich 2 Sterne.

Der Roman Gentattoo spielt in der fernen Zukunft auf einem Planeten, den menschliche Siedler als ihre neue Heimat ausgesucht haben mit dem Ziel, in Harmonie und Frieden und ohne Rassismus und Krieg zu leben.

Toni V lebt viele Jahre nach den ersten Siedlern auf diesem Planeten und von dem Paradies ist nicht mehr viel übrig geblieben. Er gehört zu einem Team von Abbrucharbeitern, die die Überreste einer Stadt nach einem Krieg aufräumen. Dabei findet er geschützt in einem Kanister unter den Trümmern ein Tagebuch. Er widersetzt sich dem Befehl, alle Funde direkt zu melden und zu vernichten, und fängt an das Tagebuch zu lesen.

Die 15jährige Pelly D hat dieses Tagebuch geschrieben. Sie führt ein tolles sorgenfreies Leben: ihre Eltern sind sehr wohlhabend, sie hat viele Freunde und alle Jungs fliegen auf sie. Ihre einzige Sorge bezieht sich darauf, ob ihre Klamotten die passende Wirkung haben ;-).

Pellys Sorglosigkeit hat ein Ende, als die Regierung anfängt, die Bürger auf die Reinheit ihrer Gene zu untersuchen und sie entsprechend ihrem Genstatus zu tätowieren. Dabei stellt sich heraus, dass Pelly eine Galrezi ist, ihr Gen-Code also von der Mehrheit abweicht und diese Abweichung auch vererbt werden kann. Von da an läuft ihr Leben in völlig anderen Bahnen, sie wird gesellschaftlich geächtet und sogar ihr Leben gerät in Gefahr, denn die Galrezi werden plötzlich zum Sündenbock für alles gemacht, was in der Gesellschaft schief läuft. (mehr …)

Mera ist 14 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrer magisch begabten Großmutter und ihrem Ziehbruder Girdhan in einem ruhigen Fischerdorf auf der Insel Ilyndhir.

Die Ruhe ist jedoch schnell vorbei, als eines Tages fast die gesamte Fischerflotte des Dorfes von Angreifern versenkt und die Insel von den Gurrländern bedroht wird. Meras Großmutter wird vom Hofmagier Torrix gebeten, zu helfen und ihm zu folgen, doch die beiden verschwinden spurlos, ohne etwas gegen die Angreifer tun zu können. Als dann auch noch eine Hetzjagd auf girdanische Flüchtlinge und damit auch auf Meras Ziehbruder Girdhan beginnt, fliehen die beiden Jugendlichen. Gemeinsam mit ihrem Freund Kip, dem Sohn eines Fischers machen sie sich auf eine abenteuerliche Seereise, um Meras Großmutter wiederzufinden. Auf dieser Reise entdeckt Mera, dass auch sie wie ihre Großmutter magische Kräfte hat, die auch weiter wachsen.

Währenddessen versagen starke Magier und ganze Armeen gegen die Eindringe aus Gurrland, die versuchen alle Inseln des Archipels um Ilyndhir mit Hilfe der Macht des uralten Feuerthron zu versklaven.

Bald stellt sich heraus, dass Mera und ihre Freunde womöglich Teil einer Prophezeiung sind, die besagt, dass die schwarze Macht aus Gurrland besiegt werden kann.

Ich fand das Buch zu Anfang noch sehr interessant, dann zog sich die Handlung zunehmend in die Länge. Die Idee, dass auf den Inseln unterschiedliche magische Farben vorherrschen, die entweder zueinander passen, oder sich nicht vertragen, fand ich mit der Zeit etwas übertrieben, da wieder und wieder darauf hingewiesen wurde.

Die einzelnen Personen hatten sehr „magische“ Namen wie Girdhala, Hekerenandil, Hekendialondilan oder Sianderilneh, Ortsangaben waren ähnlich umständlich. Das hat den Lesespaß für mich ziemlich gebremst.

Fazit: Kann man lesen – muss man aber nicht!