Assassino: Autorenlesung mit Gerd Ruebenstrunk

Veröffentlicht: März 2, 2013 in Dies & Das
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Es ist 19:30 Uhr, der erste Freitag Abend im März 2013. Auffallend viele Besucher strömen zu einem Privathaus in einem Solinger Stadtteil. Was ist denn da los? Familienfeier? Facebook-Party? Irgendwie von beidem etwas. Die Einladung zu diesem Event lief tatsächlich unter anderem über Facebook und es macht den Anschein, dass die allermeisten Gäste sich kennen. Bis zu den Sommerferien räumt die Solingerin Stefanie Leo einmal im Monat unter dem Motto „Ohrensessel – Die Wohnzimmerlesung“ ihr Wohnzimmer leer, um Platz zu schaffen für eine Autorenlesung.

Wohnzimmerlesung mit Gerd Ruebenstrunk

Wohnzimmerlesung mit Gerd Ruebenstrunk

Diesmal ist der Jugendbuchautor Gerd Ruebenstrunk an der Reihe, der sich bereits unter anderem mit Büchern aus der „Arthur“-Reihe oder „Rebellen der Ewigkeit“ einen Namen gemacht hat. Für Ruebenstrunk ist dieser Abend auch etwas besonderes, weil dies nicht nur die Premierenlesung seines Neulings „Assassino“ aus dem bloomoon-Verlag sein wird, sondern er gleichzeitig selbst das druckfrische Buch zum ersten Mal in den Fingern hält, da das offizielle Erscheinungsdatum erst der 5. März 2013 ist.

Schon vor der eigentlichen Lesung steht Ruebenstrunk den interessierten Gästen für Gespräche zur Verfügung und nimmt sich sogar Zeit für ein Interview (dazu mehr in einem weiteren Post). Dann ist es schließlich so weit und die Vorstellung von „Assassino“ beginnt. Gerd Ruebenstrunk nimmt in Stefanie Leos rotem Ohrensessel Platz und stellt in längeren Leseabschnitten die Hauptcharaktere aus seinem neuen Roman vor. Dazwischen streut er immer wieder interessante Informationen über die Entstehungsgeschichte von seinen Romanen im Allgemeinen und „Assassino“ im Besonderen. So richtig einem Genre zuordnen kann er „Assassino“ nicht – ist es ein historisch-basierter Thriller voller Abenteuer, Magie und Zeitreisen, Liebesgeschichte oder geht es um Archäologie? Die passende Schublade muss aber auch eigentlich gar nicht gefunden werden, wenn der Roman fesselt und Spaß macht.

Man kann merken, dass der Autor selbst auch Spaß am Lesen hat, er bewegt sich im Sessel vor und zurück, gestikuliert und lebt mit seinen Figuren mit. Durch die eingestreuten Beschreibungen von Dubrovnik, einem der Schauplätze seines Romans, können sich die Zuhörer sehr gut auf die Atmosphäre der Geschichte einlassen.

Voller Elan dabei...

Voller Elan dabei…

Schnell ist eine Stunde um und die eigentliche Lesung geht ihrem Ende zu. Wer möchte, kann schon jetzt vorab ein Exemplar von „Assassino“ kaufen, das der Autor auf Wunsch noch signiert. Die Lesung hat offensichtlich Lust auf mehr gemacht – fast alle der mehr als 30 Gäste nehmen sich mindestens ein Exemplar mit. Auch danach ist noch längst noch nicht Schluss. Bei Getränken und Snacks, die Familie Leo als Gastgeber vorbereitet hat, bleibt Gerd Ruebenstrunk noch gerne im Kreis der Leseratten und tauscht sich mit ihnen aus, beantwortet Fragen und berichtet über seine Zukunftspläne. Erst nach 23 Uhr lichten sich so langsam die Reihen und die Wohnzimmerlesung geht zumindest für die Gäste ihrem Ende zu.

Für mich war es die erste Lesung in so einem überschaubaren, sehr persönlichen Rahmen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, selbst mit Gerd Ruebenstrunk, seiner Frau und anderen Leseinteressierten zu sprechen. So konnte ich mir ein deutlich besseres Bild über den Autor und seine Arbeit machen als zum Beispiel durch das Internet oder eine vergleichsweise deutlich anonymere Lesung auf einer Buchmesse. Familie Leo hat für den perfekt passenden „Gemütlichkeitsfaktor“ gesorgt – vielen Dank dafür! Ich denke, es wird nicht meine letzte Wohnzimmerlesung gewesen sein … ;-).

Natürlich habe auch ich mir ein Exemplar von „Assassino“ gegönnt – ich bin schon sehr gespannt und freue mich aufs Schmökern. Ein weiteres vom Autor signiertes Exemplar wird zu meinem einjährigen Blog-Geburtstag, den ich in diesem Monat feiere, unter allen verlost, die auf meiner Seite kommentieren und sich das Buch wünschen.

Wer bei der Wohnzimmerlesung nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, sich den aufgezeichneten Live-Stream im Internet anzugucken.

P.S. Für mich (wie vielleicht auch viele andere Schüler 😉 sehr spannend und belustigend war die Erkenntnis bei dieser Lesung, dass ein Autor beim Schreiben eines Romans nicht zwingend immer eine Botschaft vermitteln will, es geht ihm manchmal einfach „nur“ um eine gute und mitreißende Geschichte. Interpretiert und hinein gedeutet wird dann eher von außen, dem Verlag, dem Lektor, den Lesern, … Vielleicht sollte man daran denken, wenn es im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht mal wieder heißt: Was will uns der Autor damit sagen … ;-).

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Kommentare
  1. Tausend Dank für diesen tollen Bericht, besonders für das P.S. an die Deutschlehrer 😉

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