Jedes Mal, wenn wir in den Lauf der Natur eingreifen, besteht die Gefahr, dass wir unbeabsichtigt eine Katastrophe auslösen.
aus SCHWARZE SCHWÄNE von Daniel Westland

Jennifer arbeitet als Studentin an der Uni Wuppertal im Bereich Risikoforschung. Durch eine Verkettung von Zufällen gerät sie ohne ihr Wissen in das Visier von GlobalENJ, einem weltweit agierenden Konzern. Erst als sie persönlich bedroht wird, ahnt sie, dass sie mit ihren Forschungen an der Uni scheinbar jemandem gefährlich geworden ist und fängt an, noch tiefer zu recherchieren. Sensibilisiert durch ihr eigenes Schicksal, eine Erbkrankheit, an der ihr Vater bereits früh gestorben ist und die auch ihr selbst voraussichtlich nur noch ungefähr ein halbes Jahr Lebenszeit gibt, schaut Jennifer bei ihren Nachforschungen genauer hin als ihre Kollegen und ihr Chef. Sie schafft Verknüpfungen, die vorher noch niemand gefunden hat und macht dabei eine bahnbrechende und zugleich extrem erschreckende Entdeckung: sie erstellt eine so genannte Todesformel. Wenn alles weiterläuft wie bisher, wird sich die Menschheit bis zum Jahr 2100 selbst ausgerottet haben. Maßgeblich daran beteiligt ist GlobalENJ, die alles daran setzen, Jennifer zum Schweigen zu bringen. Dabei schrecken sie auch vor Gewalt nicht zurück.

Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem Jennifer versuchen muss, der Welt die Augen vor den bestehenden Risiken zu öffnen, ohne dass sie sich selbst und ihre begrenzte verbleibende Lebenszeit vernachlässigt.

Im Klappentext des Buches steht, dass der Autor Daniel Westland mit dem Verfassen von Sachbüchern und Romanen Wissen und Träumen verbindet, zwei Dinge, die seiner Meinung nach die Welt besser machen. Genau das hat Westland in SCHWARZE SCHWÄNE miteinander verknüpft. In diesem Thriller hat er sehr viele Sachinformationen in eine fiktive Geschichte eingebettet. Angefangen von Medikamententests über Statistik, Riskmanagement, Globalisierungsprobleme, Wirtschaft, Informatik bis zu Genetik (ich habe bestimmt noch etwas vergessen) inklusive der dazugehörigen Fachbegriffe traut (mutet) Westland dem Leser so einiges zu. Es fehlen aber auch nicht reichlich Action, Verfolgungsjagden, spionageähnliche Recherchen und eine Liebesgeschichte

Wer sich auf die Sachinformationen einlässt, hat an diesem Thriller definitiv seinen Spaß. Gleichzeitig rüttelt SCHWARZE SCHWÄNE mit seiner Gesellschaftskritik auf und regt zum Nachdenken an. Von mir gibt es die volle Punktzahl: 5 Sterne.

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Kommentare
  1. MacBaylie sagt:

    Hallo Alex,

    so schnell kann es manchmal gehen – gerade noch bei Stefanie Leo im Wohnzimmer gesehen und nun hier 🙂
    „Schwarze Schwäne“ habe ich auch gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Gerade auch, weil mich die Thematik sehr interessiert hat.

    Liebe Grüße
    MacBaylie (die alte Frau von vorhin) 😉

  2. Vielen Dank – ich habe mich sehr gefreut, dass dir SCHWARZE SCHWÄNE gefallen hat! Gerade habe ich das Manuskript zum nächsten Thriller abgegeben, der im Herbst 2013 erscheinen wird!

  3. Jarg sagt:

    Nicholas Talebs Sachbuchbestseller scheint ja zueinem gelungenen Roman angeregt zu haben. Danke für den Tipp, klingt interessant.

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