J. R. R. Tolkien: Der Hobbit – oder Hin und Zurück

Veröffentlicht: Dezember 29, 2012 in 5 Sterne - Unbedingt anschaffen!!, Abenteuer, Englisch, Fantasy, Freundschaft, Magie, Meine Bewertungen, Rezensionen

In einem Loch im Boden da lebte ein Hobbit…
(Anfang des Buches)

Bilbo Beutlin ist ein ganz gewöhnlicher Hobbit und wohnt in einer Höhle im Auenland, wie es seine sehr kleinen, ruhigen und von Unerwartetem und Abenteuerlichem abgeneigten „Artgenossen“ auch tun. Eines Tages taucht bei ihm an der Tür der Wanderzauberer Gandalf auf, der ihm noch vage aus der Kindheit bekannt ist, und informiert ihn darüber, dass er noch einen Teilnehmer für ein Abenteuer braucht. Bilbo lehnt natürlich ab und versucht, Gandalf abzuwimmeln, doch schon am nächsten Tag kommt eine Horde von Zwergen und feiert – eigentlich uneingeladen – ein unerwartetes Fest. Plan der Zwerge ist nämlich, ihren an den Drachen Smaug verlorenen Heimatberg Erebor (bzw. der einsame Berg) und den riesigen Goldschatz der Zwerge zurückzuerobern. Und dabei soll der nun, für ihn unverständerlicherweise, als Meisterdieb bezeichnete Bilbo eine wichtige Rolle in ihrem gefährlichen Abenteuer mit langer Reise spielen. Zunächst ablehnend, schließt sich der Hobbit jedoch nach dem Angebot des Teilhabens am Schatz Erebors der Gruppe von 13 Zwergen an und tritt seine Reise zum einsamen Berg an, auf der es reichlich Gefahren gibt und auf der er sich letztendlich als wirklich als sehr hilfreich erweist. Die Gefährten treffen auf Trolle, Orks, Elben, Menschen und das verkrüppelte Wesen Gollum, von dem sich Bilbo einen unscheinbaren Ring stiehlt, der für Frodos (Bilbos Neffe) Abenteuer in „Herr der Ringe“ sorgen wird.

Erstmal muss ich sagen, dass es verschiedene deutsche Übersetzungen gibt: „Der Hobbit – oder Hin und Zurück“ und „Der kleine Hobbit“. Die erste ist neuer und trifft auf deutlich mehr Zustimmung, weil sie angeblich in einem etwas moderneren Stil und weniger kindlich geschrieben ist. Wer dieser ganzen Verwirrung entgehen will, dem empfehle ich, wie ich selber die englische Fassung zu lesen. Ich habe sowohl diese als auch „Der Hobbit – oder Hin und Zurück“ und muss sagen, dass mir die englische sowieso besser gefallen hat. In deutsch ist sie zwar auch nicht schlecht, aber durch die Übersetzung geht einfach sehr viel von Tolkiens schwer zu beschreibenden einzigartigen Schreibstil verloren. Auf englisch kommt meiner Meinung nach einfach deutlich authentischer die märchenhafte, aber überhaupt nicht kindliche Erzählung beim Leser an – wie gesagt, das kann man irgendwie nur schwer beschreiben: Lest es, dann wisst ihr was ich meine ;-).

Auf den ersten paar Seiten wird zunächst von der unerwarteten Feier und dem geschichtlichen Hintergrund von Mittelerde erzählt, damit der Leser in die Geschichte reinkommt. Schon bald geht es aber mit dem eigentlichen spannenden Abenteuer los, das der Autor geschickt eingefädelt hat: Man kann das Buch eigentlich kaum zur Seite legen, weil ständig etwas Neues passiert – und dabei wird es nie langweilig.

Tolkien ist die Geschichte mit viel Humor angegangen – von der Erfindung des Golfspiels in einem Kampf zu den Gesprächen Bilbos mit dem irren Gollum mit zwei Persönlichkeiten (siehe mein Schaaaatz :D), man hat immer etwas zum Schmunzeln.

Zusammenfassend gesagt, ich kann nur die Kritik von The Times übernehmen: „A flawless masterpiece… One of the most influential books of our generation“ – ein Klassiker, den man WIRKLICH mal gelesen haben muss ;D.

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