Ursula Poznanski: Die Verratenen

Veröffentlicht: November 12, 2012 in 5 Sterne - Unbedingt anschaffen!!, Abenteuer, Dystopie, Gewalt, Natur, Rezensionen, Thriller, Umwelt
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Egal, wohin wir uns wenden, wem wir begegnen, egal was wir tun. Jeder ist ein Feind.
Ria in DIE VERRATENEN

Die von Menschen bewohnbaren Lebensräume haben sich in der Zukunft verändert. Eine neue Eiszeit hat große Teile der Menschen gezwungen, unter riesigen Glaskuppeln den extremen Witterungsbedingungen zu trotzen. In diesen wenigen wettergeschützten Städten führen die Menschen schon seit vielen Generationen ein vermeintlich zivilisiertes und privilegiertes Leben. Zwischen den Kuppeln sind über hunderte von Kilometern nur karge Landschaften voller Eis und Schnee zu finden, in denen einige wenige Stämme, sogenannte PRIMS ein karges Leben führen.

Ria gehört zu den privilegierten Menschen unter einer dieser Glaskuppeln, sie wird dort geschützt und versorgt und als Studentin perfekt ausgebildet. Durch ihre ausgezeichneten sprachlichen und rhetorischen Begabungen erwartet sie eine glänzende Zukunft. Diese Hoffnung nimmt jedoch ein jähes Ende, als sie eines Tages zufällig mitbekommt, dass sie gemeinsam mit fünf anderen Studenten verdächtigt wird, Teil einer Verschwörung zu sein und deshalb heimlich umgebracht werden soll. Als Ria auf eine Reise in eine andere Stadt geschickt wird, ahnt sie das Schlimmste und tatsächlich; ihr Albtraum wird wahr. Zwar können die vermeintlichen Verräter mit knapper Not einem Attentat entkommen, stranden jedoch in der unwirtlichen Welt außerhalb der Kuppeln. Von dort an befindet sie sich auf der Flucht, verraten, verfolgt und immer in Lebensgefahr.

Ursula Poznanski hat mich schon mit ihren Büchern Erebos, Saeculum und Fünf begeistert, die alle sehr spannend waren und mit sehr gut recherchierten aktuellen Themen fesseln konnten.

Mit Die VERRATENEN, dem Auftakt einer Trilogie, verlässt die Autorin nun die Gegenwart und schickt uns in eine dystopische Zukunft. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Ria, die aus ihrer behüteten Umgebung herausgerissen wird und vieles von dem was sie gelernt hat, in Frage stellen muss. Außerdem muss sie sich außerhalb der Kuppel mit Prims, also vermeintlich Primitiven auseinandersetzen.

Mir hat die Beschreibung der Unterschiede zwischen den Privilegierten und Prims sehr gut gefallen, die sich dann doch wieder recht ähnlich waren in ihren gegenseitigen Vorurteilen. Das Verhältnis  zwischen den beiden Kulturen erinnert fast an heutige Industriestaaten und Entwicklungsländer. Die Bevölkerung der Kuppeln ist stolz darauf, die Prims mit Almosen zu unterstützen, beutet die Prims auf der anderen Seite jedoch zum Beispiel bei Minenarbeiten aus.

Sehr gut fand ich ebenfalls, dass bis zum Ende dieses ersten Buches unklar blieb, wer hinter den Gerüchten über eine vermeintliche Verschwörung steckt und wer das Attentat in Auftrag gegeben hat. Ob die Studenten mit ihren herausragenden Fähigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse, Führungsqualitäten, Technikwissen oder besonderem Wissen über Pflanzen und Tiere absichtlich „nach draußen“ geschickt worden sind, um dort etwas zu bewirken? Ich bin sehr gespannt, ob sich meine Idee in den nächsten Bänden bewahrheitet und freue mich sehr auf die Fortsetzungen.

(Nicht nur) für Fans von Dystopien ein absolutes Lesevergnügen – volle Punktzahl!

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Kommentare
  1. FETTES KIND sagt:

    Hört sich gut an! Schön geschriebene Rezension 🙂

  2. Elisa sagt:

    Hmm das klingt echt gut 😉 Ich hab zwar noch nie ein Buch von Ursula Poznanski gelesen, aber schon so viel gutes gehört, dass ich mir bald mal ein Buch von ihr anschaffen muss! 😀

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