Das Spiel zwischen Gut und Böse wird nicht im Himmel ausgetragen und auch nicht in der Hölle. Es findet in dir selbst statt.
George in REMEMBER

Cover

Verlag: Arena
Seiten: 384
ISBN: 978-3-401-06757-5

Annabel, Michael, Eric und George sind Patienten in einer psychiatrischen Anstalt. Sie haben keine Ahnung, wie und warum sie dort hingekommen sind. Den vier ist gemeinsam, dass sie von derselben Schule kommen und offensichtlich alle am selben Tag ihre jeweiligen Eltern nicht mehr wiedererkannt haben. Eine unheimliche Mitpatientin verrät ihnen ein Geheimnis, das sie mit Schrecken erfüllt. Sie flüchten aus der Anstalt, um den Geheimnissen auf die Spur zu kommen, geraten dabei jedoch immer tiefer in einen Strudel voller Rätsel und verstörender Ereignisse. Ist der Weg zurück in die Anstalt ihre Rettung oder droht ihnen dort womöglich der Tod? Sind sie tatsächlich verrückt? Die Grenze zwischen Realität und Wahnsinn ist kaum noch wahrnehmbar …

Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch im Buchhandel als erstes wegen seines auffälligen Covers angesprungen hat. Das verzerrte Schachbrettmuster und das bedrohlich wirkende Auge haben direkt mein Interesse geweckt. Da war ich dann gespannt, ob der Inhalt meine Erwartungen erfüllen konnte.

Schon von Beginn an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Schnell wird klar, dass in der psychiatrischen Anstalt nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Die Frage ist nur, spielen sich die unglaublichen Vorfälle in der gestörten Phantasie der Patienten Annabel, Michael, Eric und George ab oder entsprechen sie tatsächlich der Realität? Die Hauptfiguren versuchen immer wieder, so etwas wie Normalität zu leben und ihr Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen, doch ziehen ihre Erlebnisse ihnen ständig den Boden unter den Füßen weg. Es war immer wieder spannend und hat mir viel Spaß gemacht, mit den Charakteren zu zweifeln, ob das, was sie sehen, der Realität entspricht oder ein Konstrukt ihrer Wahrnehmung ist.

Logik und ein roter Faden sind sicherlich nicht die Stärken dieses Buches, aber ich denke auch nicht, dass der Autor das angestrebt hat. Für mich waren die Psychospielchen, Manipulationen und immer wieder verwirrenden Wege, die die Geschichte genommen hat, sehr faszinierend. Außerdem hat mir gut gefallen, dass der Thrill dieses Buches nicht durch Gewalt, sondern die emotionalen Konflikte erzielt wird. Tolles Buch für alle, die sich auch durch Neo, Trinity und Morpheus nicht verwirren lassen – fünf Sterne!

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