„Wir haben ihn nicht umgebracht! Wir haben ihn doch kaum angefasst! […] Weißt du, was er geantwortet hat, als Mark zu ihm gesagt hat, dass er uns anbetteln soll, ihn freizulassen? ‚Das werde ich ganz bestimmt nicht tun.‘ Jemand, der zusammengeschlagen wurde, würde so etwas doch nie sagen, oder?“
David Ruggles in „Killing Mr Griffin“ – Eigentlich war nur es nur als harmloser Denkzettel gedacht: Die Entführung von Mr Griffin, einem unerträglichen Lehrer an einer High School.

Täglich zieht Mr Griffin wegen seines strengen Verhaltens den Hass seiner Schüler auf sich, dabei will er ihnen doch nur das spätere Leben einfacher machen. Seine Unbeliebtheit geht sogar so weit, dass eine Clique von Schülern um Mark und Jeff beschließt, sich an ihm zu rächen, indem sie ihn entführen. Sie durchdenken ihren Plan bis ins kleinste Detail, und laden ihren Lehrer dann gefesselt und mit verbundenen Augen in einem Wald ab. Theoretisch sollte alles klappen, doch als die Kidnapper zurückkehren, trifft sie eine große Überraschung: Mr Griffin ist tot. Wie sie später erfahren, ist er an einer Herzschwäche gestorben, gegen die er eigentlich Medikamente hätte nehmen müssen, doch sie versuchen, ihre Tat zu vertuschen. Auch hier hat die Truppe direkt einen scheinbar perfekten Plan, aber keiner kann wirklich einen kühlen Kopf bewahren. Und so kommt es, dass immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen…

Erstmal muss ich sagen, dass „Killing Mr Griffin“ im Jahr 1978 veröffentlicht wurde und mich trotzdem von Anfang an packen konnte. Dies ist zwar eine modernisierte Version, aber ich hätte nicht erwartet, dass mir das Alter überhaupt nicht auffällt – wirklich zu keinem Zeitpunkt!

Lois Duncan hat ihren Plot sehr gut durchdacht. Von Anfang an kann sie die Spannung aufrecht erhalten und zu keinem Zeitpunkt kann man ahnen, wie die Geschichte enden wird. Durch viele Wendungen bin ich auch neugierig geblieben, deswegen habe ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen und konnte es kaum zur Seite legen.

Auch gefallen haben mir die sehr ausgefallen und klar voneinander abgegrenzten Figuren. Sie hatten einen sehr unterschiedlichen Charakter und ich konnte mich in die Hauptfiguren Susan und David sehr gut einfühlen und sie verstehen. Die anderen konnte der Leser auch sehr schnell in eine Schublade stecken, waren mir aber von Anfang an eher unsympathisch. Also konnte ich umso mehr mit Susan bzw. David mitfühlen, die eigentlich gar nicht so weit gehen wollten wie ihre Mitschüler, die Mr Griffin einfach einen halben Tag lang allein im Wald liegen ließen. Gut fand ich auch, dass der Lehrer nicht als durchgehend böse dargestellt, sondern auch mal von einer anderen (menschlichen? ;-)) Seite gezeigt. wurde.

„Killing Mr Griffin“ bietet also eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte mit Spannung von Anfang bis Ende und nicht nur flachen Charakteren. Kaum aus der Hand zulegen und deswegen: Dringende Kaufempfehlung!!!!

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