Cover

Verlag: Chickenhouse
Seiten: 368

Paisley und Beau sind die Wunderzwillinge. Als sie sechs Jahre alt sind, finden sie ihre Mutter leblos auf dem Boden und machen sich auf der Suche nach Hilfe auf den Weg zum Golfclub, um ihren Vater zu finden. Doch dort kommen sie nie an, sondern verirren sich im Wald. Erst nach drei Tagen werden sie gefunden, etwas hungrig und schmutzig, aber ansonsten unversehrt. Die Mutter ist tot und ihr Vater hat in der Zwischenzeit einen Raubüberfall begangen, für den er über zehn Jahre ins Gefängnis wandern soll. Paisley und Beau werden in die Obhut ihrer Großmutter gesteckt, einer mäßig erfolgreichen, botoxgetunten ehemaligen Soapdarstellerin. Die Großmutter sorgt dafür, dass die Zwillinge daraufhin durch die Medien gejagt werden, die die Kinder und ihre schlimme Geschichte bewundern und bedauern. Positiver Nebeneffekt besonders für die Großmutter: es kommt viel Geld dabei zusammen, das zwar für die Kinder in einem Treuhandkonto angelegt werden soll, an dem sie sich aber trotzdem fleißig bedient.

Nach einer Weile spielen die Zwillinge dieses Spiel nicht mehr mit. Insbesondere die aufmüpfige Paisley, die ihrem braven und stillen Bruder in dieser Hinsicht gar nicht ähnelt, macht ihrer Großmutter einen Strich durch die Rechnung. Daraufhin trennt die Großmutter kurzerhand die Zwillinge und schickt Paisley auf eine weit entfernte Schule in der Hoffnung, dass diese keinen schlechten Einfluss mehr auf Beau nehmen kann.

Bis zu ihrem sechzehnten Lebensjahr muss Paisley häufig die Schule wechseln, da sie immer wieder wegen ihrer Frechheit und Aggression auffällt. Auch von den Schulpsychologen lässt sie sich nicht helfen. Immer noch hat sie nicht die Hoffnung aufgegeben, dass sie irgendwann mit ihrem Bruder und ihrem geliebten Vater zusammen leben kann. Doch von ihrem Vater haben die Zwillinge seit seiner Verhaftung nichts mehr gehört. Erst als Beau durch einen Zufall herausfindet, dass die Großmutter alle Briefe des Vaters in den vergangenen Jahren abgefangen hat und ihr Vater scheinbar mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen wurde, entschließen sich die Zwillinge, sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen.

Sie stehlen das Auto, Geld und einige Wertsachen der Großmutter und machen sich auf den Weg nach Las Vegas, wo ihr Vater sich zuletzt aufgehalten haben soll. Als sie ihn nicht schnell finden, haben sie ein Problem, denn Vegas ist groß und ihr Geld schnell aufgebraucht. Da hat Paisley eine Idee. Das Ziel: Wie vor zehn Jahren will sie die Medien auf sich aufmerksam machen, um so ihren Vater zu finden.

Wie sie das machen? Das verrate ich nicht. Ich sage nur so viel, das sehr gelungene Cover weist den Weg…

„Ziemlich krumme Dinger“ ist eine ziemlich coole Geschichte. Sie wird abwechselnd aus der Perspektive der Zwillinge Beau und Paisley erzählt, die in ihrer Persönlichkeit kaum unterschiedlicher sein können. Beau ist ängstlich, zurückhaltend, ein Nerd, der sich am liebsten in seinen Büchern verkriecht. Paisley dagegen ist aufbrausend, hat eine große Klappe und lässt sich von niemandem etwas sagen. Trotzdem halten die beiden zusammen wie Pech und Schwefel.

Sehr schnell wird man als Leser in die Geschichte der Zwillinge hineingezogen, die mich danach auch nicht mehr losgelassen hat. Wie auf einer Achterbahnfahrt nimmt man an den Höhen und Tiefen der Suche teil. Der Schreibstil ist flüssig, witzig, immer spannend. Ein sehr gelungenes Jugendbuch, das ich in nur wenigen Stunden verschlungen habe.

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