Richard Paul Evans: Michael Vey – The Prisoner of Cell 25

Veröffentlicht: Juni 7, 2012 in 4 Sterne - Lesenswert, Abenteuer, Englisch, Fantasy, Freundschaft, Gewalt, Kriminalität, Rezensionen, Schule
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Michael Vey geht in die neunte Klasse – das bisher schrecklichste Kapitel seiner Schullaufbahn. An seiner Schule gibt es die üblichen Gruppen von Schülern: die Beliebten, die Gefürchteten, die Unsichtbaren und die Loser. Zu seinem Pech gehört Michael nicht zu den ersten drei Gruppen. Er ist zu klein für sein Alter, hat nur einen (aber dafür sehr guten) Freund Ostin und ist ständig das Ziel von Mobbingattacken. Zu allem Überfluss leidet er auch noch am Tourette-Syndrom. Allerdings nicht so, wie es häufig im Fernsehen dargestellt wird, sondern so wie es wahrscheinlich die meisten vom Tourette betroffenen Menschen haben. Er leidet an Tics, wie Zuckungen und Zwinkern der Augen, besonders dann, wenn er nervös ist. Jack und Wade haben es besonders auf Michael abgesehen, sperren ihn in seinem Spind ein oder blamieren ihn vor allen anderen, indem sie ihm die Hose herunterziehen. Von seinem Schulleiter kann Michael keine Hilfe erwarten; der ist großartig darin, die Opfer zu bestrafen, anstatt die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Als Michael eines Tages mal wieder von Jack und seiner Gang in die Ecke gedrängt wird, rastet er aus. Seine äußerst wirkungsvolle Fähigkeit kommt zum Vorschein, die er bis jetzt mit Hilfe seiner Mutter geheim gehalten hat. Michael kann mit seinem Körper anderen einen starken elektrischen Schock wie mit einem Tazer verpassen. Damit vertreibt er seine Angreifer, doch wird er bei diesem Vorfall von Taylor, einer äußerst beliebten Cheerleaderin beobachtet.

Dieser Angriff startet eine Kette von Entdeckungen und Ereignissen, bei denen eine Gruppe von sehr ungleichen Jugendlichen zusammenarbeiten muss, um sich und auch andere zu retten.

Der Grund dafür ist eine mächtige Organisation, die Michael und auch Taylor auf den Fersen ist. Vor rund 16 Jahren ist ihnen ein medizinisches Experiment misslungen, bei dem hunderte von Neugeborenen gestorben sind. Siebzehn Babys haben überlebt und sind unbeabsichtigt mit besonderen Superkräften ausgestattet worden. Die meisten dieser mittlerweile Jugendlichen sind über kurz oder lang bei der Organisation gelandet, nur wenige wie Taylor und Michael konnten lange Zeit nicht aufgespürt werden. Mit den Superkräften der Jugendlichen erpresst die geheimnisvolle Organisation Firmen und Staaten: Flugzeuge werden zum Absturz gebracht und Wettkämpfe werden manipuliert. Als Gegenleistung erhalten die Jugendlichen unvorstellbaren Luxus und fast alle Privilegien, die sie sich erträumen.

Lassen sich Taylor und Michael auf die Angebote ein und lassen sich für terroristische Zwecke missbrauchen oder widerstehen sie den Verlockungen des unvorstellbaren Luxus? Dazu müssen sie erfahren, dass die Organisation kein Nein akzeptiert, die Alternative ist brutale Folter und Tod.

Es hat wirklich Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen. Die Vorfälle an Michaels Schule waren sehr glaubwürdig und seine Entwicklung von „Zero-to-Hero“ mit seinen Superkräften natürlich nicht gerade realistisch, aber doch sehr spannend. Gerade in der zweiten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse und an Action wird nicht gespart. Das Ende des Buches hat einen befriedigenden Abschluss, lässt aber genügend Fragen offen, um sich auf den Folgeband „Rise of the Elgen“ zu freuen. Absolut lesenswert!

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