Ina Bruhn: … Da war’n es nur noch drei

Veröffentlicht: Mai 29, 2012 in 4 Sterne - Lesenswert, Freundschaft, Gewalt, Krimi, Kriminalität, Rezensionen, Schule
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Cover

Verlag: Kosmos
Seiten: 208
ISBN: 978-3-440-12816-9

Sommerferien für die drei jungen Dänen Jonathan, Nick und Mateus.

Nick kommt nach fast einem Jahr auf einer Internatsschule aus Jütland nach Kopenhagen zurück und wird am Bahnhof von seinen besten Freunden Mateus und Jonathan abgeholt. Die Wiedersehensfreude ist riesig und am Abend ist natürlich Party angesagt. Jonathan verhält sich jedoch seltsam, da er irgend etwas recherchieren muss, über das er jedoch nichts erzählen will.

Über die Sommerferien hinweg und auch beim gemeinsamen Start in die Oberstufe wird Jonathan immer verschlossener und distanziert sich weiter von seinen Freunden. Einfacher wird die Situation auch dadurch nicht, dass Jonathan neuerdings mit Liv zusammen ist, die Mateus ebenfalls gerne als Freundin hätte. Zuletzt redet Jonathan gar nicht mehr mit Nick und Mateus, doch die beiden lassen nicht locker. Als Jonathan eines Tages auch noch verprügelt wird, aber wieder einmal nicht darüber sprechen will, gehen die beiden Jungs der Sache nach und und landen bei Drogendealern.

Die Nachforschungen könnten jedoch ein Fehler gewesen sein, denn danach verschwindet Jonathan spurlos.
… Da war’n es nur noch drei, denn gemeinsam mit Liv, Jonathans (Ex-)Freundin, versuchen Nick und Mateus herauszufinden, was mit Jonathan passiert ist.

Dies ist der Auftakt der sechsbändigen Krimireihe „Disconnected“, die von mehreren Autoren geschrieben wird. Ina Bruhn, die Autorin dieses ersten Buches, schreibt aus der Perspektive von Mateus. Sehr realistisch beschreibt sie das Leben des Jugendlichen, mit Familien-, Schul- und Beziehungsproblemen, aber auch Freundschaft, Liebe und ziemlich viel Party. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich – vom Draufgänger Nick über den eher zurückhaltenden Mateus zum verschlossenen Jonathan, wobei man über diesen bezeichnenderweise an wenigsten erfährt. Was letztendlich mit Jonathan passiert ist, ob er noch lebt und wohin er eventuell verschwunden ist, erfährt der Leser in diesem Buch noch nicht. Komplett gelüftet wird das Geheimnis vermutlich erst am Ende des sechsten Bandes der Krimireihe.

Ein starker Auftakt für die Zielgruppe der 14-17jährigen, mit ziemlich kantigen, aber realistischen Charakteren, einem rauen Sprachstil, bei dem nichts geschönt wird und viel Spannung. Ich freue mich auf den nächsten Band „…dann fressen ihn die Raben“.

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