Zoë Beck: Edvard – Mein Leben, meine Geheimnisse

Veröffentlicht: Mai 12, 2012 in 4 Sterne - Lesenswert, Familie, Freundschaft, Schule
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Zoë Beck schreibt über ihre Hauptfigur Edvard (nicht mit „w“ wie der Vampir, sondern mit „v“ wie Munch oder Grieg ;-)), indem sie ihn in Form eines Blogs aus seinem Leben berichten lässt.

Edvard ist 14 und mit der Pubertät bei weitem noch nicht so weit durch, wie er es gerne hätte. Als ob ihn das nicht selbst schon genug nerven würde, blamiert ihn sein oberfieser Klassenkamerad Henk noch ständig mit Bemerkungen über sein Aussehen und mangelnde Coolness.

Edvard ist so frustriert, dass er sogar seine Eltern anbettelt, dass er die achte Klasse wiederholen möchte. Doch seine Eltern steigen darauf nicht ein und so muss Edvard nach den Sommerferien wieder in seine alte Klasse – ohne Brusthaare, ohne Muskeln, mit einer Mädchenstimme und viel zu langen Armen und Beinen.

In seiner Klasse hat Edvard nur wenige Freunde und auch auf seiner Facebook-Seite ist nur wenig los. Seit mehr als einem halben Jahr versucht er vergeblich, näheren Kontakt zu Constanze zu bekommen, dem klügsten, bestaussehendsten, beliebtesten und coolsten Mädchen der Klasse, doch Constanze ignoriert ihn einfach. Da erfindet er kurzerhand ein Fake-Profil auf Facebook mit einem Foto eines cool aussehenden Typen von einer Bildagentur, nennt sich Jason Miles und tut so als sei er ein amerikanischer Austauschschüler. Tatsächlich springt Constanze direkt darauf an und kommuniziert häufig mit „Jason“. Als Edvard seine Fake-Identität „Jason“ immer umständlicher beschreiben muss und Constanze sich scheinbar in Jason verliebt, ist Edvard so genervt, dass er Jason „sterben“ lässt. Er ahnt nicht, was für eine Lawine er damit lostritt…

Außerdem ist da in Edvards Leben noch Herr Tannenbaum, der komische Nachbar mit seinem komischen Pudel, in dessen Tellerminen Edvard ständig hereintritt. Durch einen Zufall stellt sich jedoch heraus, dass Herr Tannenbaum gar nicht so komisch ist, sondern sogar der Autor von Edvards Lieblingsbuch ist und ihm vielleicht sogar bei der Verwirklichung seiner Zukunftsträume helfen kann. Kaum haben sich die beiden angefreundet, soll Herr Tannenbaum aus seinem Haus ausziehen. Doch das kann Edvard nicht akzeptieren und gemeinsam mit seinen hausbesetzungserprobten Eltern schmiedet er einen Plan.

Kann Edvard gemeinsam mit seinen Eltern Herrn Tannenbaum helfen? Kann er doch noch bei Constanze landen?

Edvards Erlebnisse, Peinlichkeiten und Katastrophen sind sehr locker und witzig mit einem extrem trockenen Humor beschrieben. Ich musste beim Lesen ständig lachen! Spannend und absolut nicht unrealistisch fand ich die Entwicklung, die Edvards Facebook-Fake-Identität gemacht hat. Wie oft etwas ähnliches wohl wirklich im Internet passiert ….?!

Ein sehr locker und leicht geschriebenes Buch für alle, die auch gerne mal lachen. Die tagebuchähnlichen Blogeinträge sind toll gemacht, auch wenn (oder gerade weil) es manchmal nur kryptische Einzeiler (siehe Totalabsturz nach Bowlegenuss) sind. Das Buch hätte allerdings gerne ein wenig länger sein dürfen – aber wer weiß, ob die Autorin nicht noch einen Folgeband plant. Edvards Geschichte ist bestimmt noch nicht fertig erzählt. Auf jeden Fall lesenswert.

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