Moira Young: Dustlands – Die Entführung (Blood Red Road)

Veröffentlicht: April 27, 2012 in 3 Sterne - Ganz O.K., Abenteuer, Dystopie, Englisch, Fantasy, Freundschaft, Gewalt, Rezensionen, Thriller
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„Dustlands – Die Entführung“, geschrieben von Moira Young, ist der erste Band der neuen dystopischen Geschichte um Saba und ihre Familie.

Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi lebt die 18jährige Saba in einer postapokalyptischen Welt in großer Einsamkeit an einem toten See. Ihr Leben ist hart und voller Entbehrungen, durch ihre Abgeschiedenheit bekommen sie dafür aber auch nichts von der Gesellschaft außerhalb mit, die von Diktatur, Brutalität und Sklaverei geprägt ist. Sabas Mutter ist bei Emmis Geburt gestorben, was Saba ihrer 9jährigen Schwester auch heute noch übelnimmt. Auch ihr Vater ist seit dem Tod seiner Frau nicht mehr derselbe und hat kaum noch Bezug zu seiner verbleibenden Familie. Der große Mittelpunkt in Sabas Leben ist ihr wenige Stunden älterer Zwillingsbruder Lugh, der ihrer Meinung nach in allem besser ist als sie selbst: egal ob Aussehen, Geschicklichkeit, Intelligenz oder Menschenfreundlichkeit. Nur zu ihm schaut sie auf, nur er zählt für sie.

Daher geht für sie auch fast die Welt unter, als eines Tages eine Horde Soldaten ihre Familie überfällt, ihren Vater tötet und Lugh entführt. Sie schwört, dass sie ihm folgen und ihn befreien wird und macht sich auf die Suche nach Lugh. Dabei wird sie, obwohl sie es nicht will, von ihrer kleinen Schwester begleitet. Saba muss sich schnell an die ihr fremde Umgebung anpassen und dabei selbst große Gefahren überstehen. Menschen, auf deren Hilfe sie gehofft hat, täuschen sie, aber sie lernt auch Freunde kennen, die ihr bedingungslos helfen, ihren Bruder wiederzufinden.

Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, da meine Stammbuchhandlung das Buch beworben hat durch den Hinweis „Fans der Hunger Games werden dieses Buch lieben“. Leider wurden meine hohen Erwartungen enttäuscht 😦 – gut, das Genre Dystopie ist gleich, die Heldin ist weiblich, eine gute Kämpferin und es finden gladiatorähnliche Arenakämpfe statt – aber das war es dann auch schon fast mit den Gemeinsamkeiten.

Die Hauptfigur Saba hat mir kaum gefallen, durch ihre permanente Zickerei und Meckerei in Richtung ihrer kleinen Schwester und eigentlich jeden, der nicht ihrer Meinung war, habe ich sie hauptsächlich als Nervensäge empfunden. In vielen Bereichen konnte ich ihr Verhalten nur schwer nachvollziehen. Die kleine Schwester Emmi fand ich deutlich sympathischer.

Fazit: Einige wirklich spannende Höhepunkte, die jedoch nicht die zahlreichen Längen wettmachen konnten, die seltsame Sprache und eine mich nicht so ansprechende Hauptfigur haben das (Hör-)Buch für mich akzeptabel, aber nicht herausragend gemacht. An die Hunger Games (Tribute von Panem) kommt das Buch meiner Meinung nach nicht heran.

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