Mirjam Mous: Room 27

Veröffentlicht: April 9, 2012 in 4 Sterne - Lesenswert, Krimi, Kriminalität, Thriller
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Verlag: Arena
Seiten: 272

Die Sommerferien des 16jährigen Holländers Fin verlaufen anders als geplant. Da er keine Lust hat, mit seiner Mutter und deren neuem Freund in die USA zu fliegen, verabredet er sich mit seinem Halbbruder Martijn in Spanien zu einem Wanderurlaub. Als Fin in Spanien ankommt, stellt sich jedoch heraus, dass Martijn eigentlich keine Zeit für ihn hat, da er gerne einen für ihn wichtigen Job annehmen würde. Fin tut so, als ob dies für ihn kein Problem sei und lässt sich von Martijn zurück zum Flughafen bringen. Dort fragt er sich jedoch, was er denn allein in den Ferien zuhause in Holland soll und entschließt sich, ohne Martijn oder seiner Mutter Bescheid zu sagen, auf eigene Faust in Spanien auf Rucksacktour zu gehen.

Schon am ersten Tag seiner Tour lernt er Valerie und ihren Bruder Stefano kennen. Von Valerie ist Fin sofort begeistert und der Bruder – naja, stört zwar ein bisschen, aber ist schon noch ok. Da er im Gegensatz zu den beiden Geschwistern kaum ein Wort Spanisch spricht und selbst kein konkretes Ziel hat, schließt er sich den beiden spontan an. Zu dritt ziehen sie von Dorf zu Dorf, schlafen mal im Hotel, auf Campingplätzen oder auch bei Verwandten von Val und Stefano, die gerade verreist sind. Unterwegs erledigen sie kleine Aufträge für Stefanos Cousin wie Pakete abliefern oder auch Konzerttickets verkaufen. Fin versucht derweil, sich an Valerie heranzumachen; wenn da nur nicht immer der dämliche Bruder im Weg wäre …

Der Trip nimmt für Fin ein jähes Ende, als er eines Tages in einem Hotel (Raum 27) eine tote Frau findet, verdächtigt wird, sie bei einem Raubüberfall umgebracht zu haben und dafür im Gefängnis landet. Jetzt rächt es sich, dass seine Familie nicht weiß, dass er alleine in Spanien unterwegs ist, denn niemand ist zu erreichen. Und Val, die als einzige seine Unschuld beweisen könnte, verhält sich äußerst seltsam und macht ihn nur noch mehr verdächtig. Während seines Gefängnisaufenthalt vergeht für Fin kaum ein Tag, an dem ihm nicht weitere Straftaten zur Last gelegt werden. Was ist da nur passiert? Hat Fin eine Chance, jemals wieder aus diesem Albtraum herauszukommen?

Die Geschichte wird von Mirjam Mous in 2 Zeitsträngen erzählt, anfangend im Gefängnis, um dazwischen immer wieder Rückblenden über den Spanientrip einzuschieben. So erfährt man, wie Fin sich, ohne es zu merken, immer tiefer in ein Netz verstricken lässt.

Gut geschriebenes, spannendes Buch, das man in einem Rutsch wegschmökern kann. Manchmal möchte man Fin jedoch wegen seiner Naivität kräftig schütteln ;-).

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