Thomas Fuchs: Unter Freunden

Veröffentlicht: März 4, 2012 in 5 Sterne - Unbedingt anschaffen!!, Freundschaft, Humor, Psychologie
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Cover

Verlag: Arena
Seiten: 304

„Unter Freunden“ beschreibt das Leben am Internat Hausenthal. Dieses von Thomas Fuchs erfundene Internat befindet sich isoliert wie eine Insel im Meer irgendwo in den Wäldern Hessens: weitab von der nächsten Stadt, das nächste größere Dorf über zwanzig Kilometer entfernt, der Bus fährt nur einmal am Tag und zu allem Überfluss befindet sich das gesamte Schulgelände in einem Funkloch, so dass auch kein Kontakt per Handy zur Außenwelt stattfinden kann.

Für die Schüler ist Hausenthal ihre allerletzte Chance; aus den unterschiedlichsten Gründen haben sie in ihrem bisherigen Schulleben versagt und wollen in Hausenthal nun ihren Realschulabschluss schaffen. Wer nach Hausenthal kommt, darf über seine Vergangenheit schweigen. Drogen, Kriminalität, Schulversagen – all das ist nur dem Schulleiter bekannt. Jeder kann sich hier bei Bedarf „neu erfinden“.

Leo und Sara, die beiden 16jährigen Hauptfiguren des Romans, sind zwei Neuzugänge in Hausenthal. Sie verstehen sich von Anfang an gut und finden schnell heraus, wer von ihren Mitschülern zu viel über sich erfunden hat.

Nach einer Weile werden die beiden von Greg, dem scheinbar beliebtesten Schüler von Hausenthal zu einer Party eingeladen. Greg gelingt es ihr Vertrauen zu erlangen und besonders Leo fühlt sich geschmeichelt und wird in seinen Bann gezogen. Sara gefällt das nicht, sie ist eifersüchtig, weil ihr dadurch Zeit mit Leo fehlt, doch Greg schafft es, die beiden gegeneinander auszuspielen.

Hinter Gregs freundlichem Lächeln steckt viel Böses, das nicht nur die Freundschaft zwischen Leo und Sara bedroht …

Durch seine vertrauenerweckende Art gelingt es Greg immer wieder, sehr persönliche Geheimnisse aus seinen Mitschülern herauszukitzeln. Dadurch kann er fast die ganze Schule manipulieren, erpressen und nach seiner Pfeife tanzen lassen. Selbst einige Lehrer hat er in seiner Hand.

Sara und Leo durchschauen nach einer Weile Greg und versuchen, sich aus seinem Netz zu befreien. Dazu müssen sie Gregs Psychospielchen mitspielen, um ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, doch Greg ist ein gnadenloser Gegner, der vor nichts zurückschreckt …

Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, es gibt aber auch lustige Momente. Trotz des schwierigen Themas ist der Roman leicht zu lesen. Mir hat er sehr gut gefallen!

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