Sergej Lukianenko – Das Schlangenschwert

Veröffentlicht: März 4, 2012 in 3 Sterne - Ganz O.K., Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Science Fiction
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Tikkirej, von allen nur kurz Tikki genannt, ist 13 Jahre alt und lebt auf Karijer, einem unwirtlichen, radioaktiv verseuchten Planten. Das Leben dort ist nur unter lebenserhaltenden Kuppeln möglich, wer für längere Zeit die Kuppeln verlassen muss, stirbt. Jeder Mensch muss für die Lebenserhaltungssysteme zahlen, also auch für die Luft zum Atmen. Als Tikkis Eltern arbeitslos werden, haben sie nicht mehr genügend Geld, um für sich und ihren Sohn Lebensmittel und Lebenserhaltungssysteme zu bezahlen und begehen deshalb Selbstmord. Dadurch können ihre Anrechte auf Tikki übertragen werden, damit er bessere Ausbildungs- und Überlebenschancen hat. Diese Form des Selbstmords wird sogar ausdrücklich vom Staat gefördert, der „Häuser des Abschieds“ zur Verfügung stellt.

Tikki ist natürlich sehr unglücklich, möchte aber trotz des Opfers seiner Eltern nicht auf seinem Heimatplaneten bleiben, sondern bewirbt sich als Modul auf einem Raumtransporter, um von dort aus ein neues Leben auf einem anderen Planeten anzufangen.

Er landet auf Neu-Kuweit, wo zunächst einmal alles besser zu sein scheint und Tikki sogar Freunde findet: den etwa gleichaltrigen Lion und den erwachsenen Stasj, der ihn fast wie ein Sohn behandelt. Schon bald verändert sich jedoch sein Leben komplett, da fast alle Einwohner von Neu-Kuweit von einer gewissen Inna Snow durch Hypnose per Fernseher einer Gehirnwäsche unterzogen und nur noch manipuliert werden. Tikki und Stasj gehören zu den wenigen, die davon nicht betroffen sind. Die beiden nehmen den hypnotisierten Lion mit und fliehen auf Stasj Heimatplaneten Avalon.

Dort entpuppt sich Stasj als Phag, ein Mitglied eines Sternenritterordens (vergleichbar mit den Jedi ), die gegen Inna Snow kämpfen und damit verhindern wollen, dass sie die Alleinherrschaft über das Imperium an sich reißt. Die Phag haben kein Laserschwert, sondern ein Schlangenschwert, mit dem sie kämpfen können. Durch einen Zufall kann auch Tikki sich mit einem Schlangenschwert verbinden, obwohl er kein Phag ist. Die Sternenritter beziehen Tikki in ihren Kampf mit ein und schicken ihn ins feindliche Lager, um Inna Snow auszuspionieren.

Tikki sieht dabei einiges, das ihn zweifeln lässt, ob er auf der richtigen Seite kämpft, denn beide Seiten scheinen zu manipulieren, auszunutzen,aber auch durchaus positive Dinge für die Menschen zu tun.

Wie hat mir das Buch gefallen? Hmmm, zunächst einmal haben mich Titel und Cover des Buches ganz schön in die Irre geleitet. Das Schlangenschwert hat für Tikki und damit für seine Geschichte eigentlich kaum eine Bedeutung. Das Buch ist zwar Science-Fiction, aber wer hier viel Abenteuer, Spannung und Action erwartet, wird enttäuscht. Auf den 640 Seiten passiert eigentlich wenig Aufregendes, es wird viel geredet, diskutiert und erklärt. Es regt eher zum Nachdenken an über Selbstbestimmung, Verantwortung für andere und dass es bei einigen Dingen kein Schwarz/Weiß oder Richtig/Falsch gibt, sondern beide Seiten gute Argumente haben und deshalb manchmal das „Grau in der Mitte“ besser ist. Also vergebe ich für Science-Fiction und Abenteuer bestenfalls 3 Punkte, für die Anregungen zum Nachdenken 4-5 Punkte. Insgesamt ist es aber etwas langatmig.

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