L. J. Adlington: Gentattoo

Veröffentlicht: März 4, 2012 in 2 Sterne - Muss man nicht unbedingt lesen, Dystopie, Thriller
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Der Roman Gentattoo spielt in der fernen Zukunft auf einem Planeten, den menschliche Siedler als ihre neue Heimat ausgesucht haben mit dem Ziel, in Harmonie und Frieden und ohne Rassismus und Krieg zu leben.

Toni V lebt viele Jahre nach den ersten Siedlern auf diesem Planeten und von dem Paradies ist nicht mehr viel übrig geblieben. Er gehört zu einem Team von Abbrucharbeitern, die die Überreste einer Stadt nach einem Krieg aufräumen. Dabei findet er geschützt in einem Kanister unter den Trümmern ein Tagebuch. Er widersetzt sich dem Befehl, alle Funde direkt zu melden und zu vernichten, und fängt an das Tagebuch zu lesen.

Die 15jährige Pelly D hat dieses Tagebuch geschrieben. Sie führt ein tolles sorgenfreies Leben: ihre Eltern sind sehr wohlhabend, sie hat viele Freunde und alle Jungs fliegen auf sie. Ihre einzige Sorge bezieht sich darauf, ob ihre Klamotten die passende Wirkung haben ;-).

Pellys Sorglosigkeit hat ein Ende, als die Regierung anfängt, die Bürger auf die Reinheit ihrer Gene zu untersuchen und sie entsprechend ihrem Genstatus zu tätowieren. Dabei stellt sich heraus, dass Pelly eine Galrezi ist, ihr Gen-Code also von der Mehrheit abweicht und diese Abweichung auch vererbt werden kann. Von da an läuft ihr Leben in völlig anderen Bahnen, sie wird gesellschaftlich geächtet und sogar ihr Leben gerät in Gefahr, denn die Galrezi werden plötzlich zum Sündenbock für alles gemacht, was in der Gesellschaft schief läuft.

Die Idee für diesen Roman gefällt mir sehr gut, die Beschreibung, wie plötzlich Rassismus aus dem Nichts heraus entstehen und damit Kriege verursachen kann kann.

Die Umsetzung in diesem Roman hat mir aber nicht besonders gut gefallen. Der ständige Wechsel zwischen Toni Vs Geschichte, die nach dem Krieg stattfindet und dem Leben von Pelly D hat mich gestört. Außerdem erfährt man kaum etwas über das Leben auf diesem fernen Planeten und wie es wirklich in der Gesellschaft vor, während oder nach dem Krieg ausgesehen hat. Die Hauptpersonen Toni und Pelly wirken sehr oberflächlich. Das Buch habe ich eigentlich nur zu Ende gelesen, weil es mit 192 Seiten ziemlich kurz ist.

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