Andreas Eschbach: Black Out

Veröffentlicht: März 4, 2012 in 5 Sterne - Unbedingt anschaffen!!, Freundschaft, Science Fiction, Thriller
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Cover

Verlag: Arena
Seiten: 464

Der Autor Andreas Eschbach gibt von Anfang an richtig Gas, indem er mit der Flucht von Christopher mit den Geschwistern Kyle und Serenity einsteigt, die sich schon bald zu einer lebensgefährlichen Verfolgungsjagd entwickelt. Während die Flucht und die folgende Geschichte sich weiterentwickeln, gibt es immer wieder Rückblenden aus der Sicht von Christopher und Serenity, die erklären, warum die drei auf der Flucht in der Wüste Nevadas sind.

Dort suchen sie Serenitys und Kyles Vater Jeremiah Jones, der (unschuldig) angeklagt wird, brutale Attentate verübt zu haben. Der Grund für das Misstrauen gegenüber Jeremiah Jones – er hat sämtlicher Technik abgeschworen, weil er die Gefahren erkannt hat, die von der völligen Abhängigkeit des Menschen von der Technik ausgehen können.

Aus genau diesem Grund sucht auch Christopher den Kontakt zu Jeremiah Jones. Er selbst ist ein Technikfreak, schon als Kind war er ein absoluter Computerhacker, der damit weltweit Chaos angerichtet hat. Trotzdem steht er der Technik nicht absolut unkritisch gegenüber. In seinem Umfeld haben sich Menschen sogenannte Brain-Computer-Interfaces einsetzen lassen, vereinfacht gesagt Schnittstellen zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern. Damit können sich diese „Upgrader“ nicht nur untereinander wie mit einem Gehirn unterhalten, sondern können über das Internet auf alle Computer weltweit zugreifen und z.B. durch Gedanken Maschinen steuern.

Die Bedrohung, die Christopher auf jeden Fall verhindern will: die miteinander verlinkten Menschen, zu denen auch seine Eltern gehören, sind wie Roboter; alle denken das gleiche, jeder weiß alles vom anderen. Das Ziel dieser „Kohärenz“ genannten Gruppe ist, dass alle Menschen werden sollen wie sie, schließlich gäbe es dann keine Streitereien und Kriege mehr, da alle dasselbe denken. Individualität gibt es dann allerdings auch nicht mehr :-(.

Spannend ist, dass auch Christopher selbst einen solchen Chip implantiert bekommen hat, allerdings ist dieser Chip fehlerhaft, so dass er ihn noch abstellen kann und sich damit dem Sog der „Kohärenz“ entziehen kann.

Kann Christopher Jeremiah Jones überzeugen, mit ihm gegen die „Kohärenz“ zu kämpfen und wie weit müssen sie gehen, um ihre Ziele durchzusetzen?

Das Buch ist super spannend, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Thematik, was technisch (heute schon???) möglich sein könnte und welche Konsequenzen diese Techniken nach sich ziehen könnten ist total interessant, meiner Meinung nach auch oder gerade für Leser, die mit Technik eigentlich nichts am Hut haben. Auf der anderen Seite steht die Frage, mit welchen Mitteln man gegen den hier so gefährlichen Technikwahn angehen darf.

Blackout ist absolut empfehlenswert – volle Punktzahl!!

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